Wiener Linien

So fahren diese Straßenbahnen ab September

In den letzten Wochen gab es viele unterschiedliche Informationen zum Ausbau des Straßenbahnnetzwerkes der Wiener Linien. City4U hat bei Wiener Linien direkt nachgefragt, welche Informationen stimmen und welche Netze bereits dieses Jahr umgebaut werden.

Änderung #1: Kreuzung der Linien 2 und 44
Momentan fahren die Linien 2 und 46 parallel zueinander von Ottakring ins Zentrum. Eine ähnliche Situation gibt es mit der Linie 43 und 44, die beide beim Schottentor enden. Im Grunde haben Fahrgäste also die Wahl zwischen zwei Linien, die sie an dasselbe Ziel bringen. Ab September wird daher getauscht. Ottakring bekommt mit der Linie 44 eine direkte Verbindung zum Schottentor. Im Gegenzug fährt die Linie 2 von Hernals direkt zum Dr.-Karl-Renner-Ring und weiter Richtung Friedrich-Engels-Platz.

Änderung #2: Verlängerung der Linie 60 und 10, Verabschiedung der Linie 58
Auch Hietzing bekommt eine Umstellung. Die Linie 60 wird verlängert und fährt nun von Rodaun, Speising, Lainz und Mauer ohne Umsteigen über die Kennedybrücke zum Westbahnhof. Die Linie 58 wird hiermit obsolet.

Die Linie 10 hingegen wird weiterhin an die U4-Station angebunden sein und erhält nun eine Direktverbindung zur U3 ab der Station Hütteldorferstraße, statt wie bisher erst beim Westbahnhof.

Vorteile:
Ein Teil der Änderung beinhaltet auch die Sanierung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, herrscht dort momentan noch Chaos. Deshalb wandern mit dem Umbauprojekt die Straßenbahngleise an den Rand und die Haltestelle der Linie 2 in eine Seitenstraße.

Auch der Bereich Kennedybrücke wird umgestaltet. Durch einen neuen Gleisbogen und eine neue Gleiskreuzung können die Züge dann auch vom Westbahnhof kommend in beide Richtungen direkt auf das innere Gleis fahren. Zusätzlich dazu müssen Fahrgäste nun auch nicht mehr die Gleise überqueren beim ein- und aussteigen.

Die Umstellung der Linie 44 und 2, und die Verabschiedung der Linie 58 ist nicht nur attraktiver für neue Fahrgäste, sondern entlastet auch die Umwelt. Daraus ergeben sich fast 1Million eingesparte PKW Kilometer. Aufgrund dessen zählt der Umbau als CO2-Projekt und wird zu fünfzig Prozent mit EU-Geldern gefördert.

Nachteil:
Von der Sandleitengasse in Ottakring kommt man nicht mehr wie bisher ohne Umsteigen zum Schottentor.

Voraussichtliche Linienänderungen bis 2020
Mehreren Berichten zufolge sollen auch die Straßenbahnlinien D, O, 67, 25 und 5 bis 2020 verlängert und teils auch geändert werden. Die Verhandlungen für die Erweiterung der Linien D und O laufen bereits auf Hochtouren. Seitens der Wiener Linien gibt es hierzu keine offizielle Bestätigung. Ob diese Bahnstrecken nun verlängert oder verändert werden, bleibt noch abzuwarten.


Seit ihr von den Änderungen auf positive oder negative Weise betroffen? Ist Wien modetechnisch top oder flop? Postet sie uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Márcia Neves
Márcia Neves

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