24.04.2017 18:23 |

Prozess in Israel

Teenager wegen Tausender Terrordrohungen angeklagt

Mit mehr als 2000 Bombendrohungen soll ein US-israelischer Jugendlicher Sicherheitsbehörden rund um den Globus in Atem gehalten haben. Die israelische Justiz erhob am Montag Anklage gegen den 18-Jährigen aus der Stadt Ashkelon. Er soll Flughäfen, Flugzeugen, Polizeistationen, Schulen und anderen Institutionen in mehr als einem Dutzend Ländern mit Anschlägen gedroht haben.

Eine der Bombendrohungen soll nach Angaben der israelischen Justiz im Februar 2015 zur Notlandung eines Flugzeugs der US-Fluggesellschaft Delta geführt haben. Eine andere soll einem Flugzeug der israelischen Airline El Al gegolten haben, das daraufhin von Flugzeugen der französischen und Schweizer Luftwaffen eskortiert wurde. Ähnliche Drohungen seien gegen Flugzeuge in den USA, in Australien und Neuseeland ausgesprochen worden.

Jüdische Einrichtungen im Visier des Terror-Teenagers
Viele der Drohungen hätten sich gegen jüdische Einrichtungen gerichtet. Auf das Konto des 18-Jährigen sollen auch einige der Anschlagsdrohungen gehen, die nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten bei vielen jüdischen Einrichtungen in den USA eingegangen waren. Das gehäufte Auftreten dieser Drohungen hatte damals die Frage aufgeworfen, ob Trumps Wahl möglicherweise antisemitischen Gruppen Auftrieb gegeben habe.

Weitere Klagepunkte gegen den 18-Jährigen lauten auf Erpressung, Geldwäsche, Drogenhandel und Besitz kinderpornografischen Materials. Die Motive des Jugendlichen, der jüdischen Glaubens sein soll, sind unklar. Seine Anwälte erklärten, er sei möglicherweise nicht zurechnungsfähig, weil er einen Gehirntumor habe und an Autismus leide.

Anklage auch in den USA
Der Teenager wurde den Angaben zufolge am 23. März festgenommen. Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI und der Polizeibehörden mehrerer anderer Länder hätten auf seine Spur geführt. Bereits am Freitag hatte das US-Justizministerium eine Anklage gegen den Jugendlichen bekannt gegeben - unter anderem wegen Drohanrufen bei einem jüdischen Gemeindezentrum in Florida. Nach israelischen Justizangaben soll der Jugendliche zunächst nicht an die USA ausgeliefert werden, ihm soll der Prozess in Israel gemacht werden.

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