22.04.2017 11:48 |

Störfall in Krsko

Grenznahes Risiko-AKW nach weiterer Panne vom Netz

Die Pannenserie im veralteten Kernkraftwerk Krko in Slowenien reißt nicht ab! Am Freitag musste der grenznahe Reaktor nach einem Problem mit einem Ventil heruntergefahren und vom Netz genommen werden. Es ist heuer der bereits zweite offiziell gemeldete Störfall - und ein weiterer in einer langen Liste gefährlicher Pannen.

Kleine Ursache, große Wirkung, enormes Risiko: Ein Problem mit einem Entlastungsventil hat Freitag den 700-Megawatt-Reaktor in Krko lahmgelegt, die Anlage musste vom Netz genommen werden. Versichert wird, dass keine Gefahr für die Umwelt bestanden habe. Geht es nach Umweltschützern, sei allerdings jede ungeplante Abschaltung mit einem Risiko verbunden.

Notabschaltungen wegen defekter Ventile
Die Panne am Freitag war die bereits zweite in diesem Jahr. Erst am 16. Februar hatte der Reaktor wegen eines Fehlers bei einem Ventil für die Wasserregulierung abgeschaltet werden müssen. Auch 2013 und 2007 gab es Notabschaltungen wegen defekter Ventile. Dazu kommen Störfälle wegen abgebrochener Brennstäbe, Hochwasser, ausgefallener Leitungen und viele weitere.

Laufzeitverlängerung bis 2043 geplant
Wie Reinhard Uhrig von Global 2000 befürchtet, könnte die Störanfälligkeit wegen des Alters des Reaktors weiter zunehmen. Nach dem jüngsten Shut Down erneuert die Kärntner FPÖ die Kritik am Weiterbetrieb des Reaktors. Derzeit werden aber Millionen Euro in die Anlage für eine Laufzeitverlängerung bis 2043 investiert. Allerdings wurde mittlerweile eine grenzüberschreitende Umweltprüfung für den Weiterbetrieb offiziell zugesichert.

Thomas Leitner, Kronen Zeitung

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