21.04.2017 07:33 |

Verdächtige Anomalie

Hinweise auf neues Teilchen am CERN entdeckt?

Bei Experimenten am Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (kurz: LHC) des Kernforschungszentrums CERN nahe Genf haben Physiker bei Kollisionen von Protonen Anomalien gemessen, die möglicherweise auf ein noch unbekanntes Teilchen hindeuten. Beim Zerfall von sogenannten B-Mesonen beobachteten sie demnach verdächtige Abweichungen vom Standardmodell der Teilchenphysik.

Laut diesem sollten die nur kurzlebigen, B-Mesonen, die aus einem Quark und einem Antiquark aufgebaut sind, in ein angeregtes Kaon und ein Elektronen- oder Myonenpaar zerfallen. Letztere, so die Forscher, sollten dabei, "bis zu einem kleinen und kalkulierbaren Effekt aufgrund der Massendifferenz", mit der gleichen Wahrscheinlichkeit entstehen.

Doch bei Experimenten am LHC traten Zerfälle, bei denen Myonen erzeugt wurden, deutlich weniger häufig auf als solche mit Elektronen. Die nun beobachtete Anomalie sei zwar nicht statistisch signifikant, deute aber möglichweise darauf hin, dass es ein nicht direkt registriertes und bis dato noch unbekanntes Teilchen gibt, dass den Zerfall der B-Mesonen beeinflusst, heißt es auf der CERN-Website.

Hinweis auf bislang unbekanntes Z-Boson?
Denkbar wäre demnach die Existenz eines neuen Typs von Z-Bosonen - Kraftteilchen, die für die schwache Kernkraft verantwortlich sind, berichteten Forscher vor wenigen Tagen bei einem Seminar am CERN nahe Genf. Weitere Versuche und neue Daten sollen schon bald mehr Klarheit bringen, heißt es.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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