17.04.2017 22:22 |

Salzburg plant

Pendlerticket

Salzburg plant Parkzonen nach dem grünen Innsbrucker Modell - Erlös soll in P&R-Ausbau gehen

Die Wogen gehen wegen des Pendlertickets in Salzburg weiter hoch, nun meldet sich SPÖ-Klubchef Bernhard Auinger zu Wort, der mit Bürgermeister Heinz Schaden das Projekt durchbringen will.

Auinger nimmt das Parkmodell in Innsbruck als Vorbild, welches erst von der Stadtregierung unter grüner Federführung bis 21 Uhr erweitert wurde. In den ausgewiesenen grünen Zonen dürfen Anrainer wie Pendler parken, über eine Monats- oder Jahreskarte sind gestaffelte Gebühren fällig. Die Reaktionen sind geteilt, die Wirtschaft will die Zonen eliminieren, die Anwohner atmen auf, weil ihre Straßen nicht mehr hoffnungslos zugeparkt sind.

In Salzburg soll die Ausweitung der Parkzonen einfacher ablaufen, das heißt neben den bestehenden blauen Kurzparkzonen wird der Rest der Stadtfläche einheitlich ohne Zonenunterteilung in "grün" getaucht: "Alle Stadt-Salzburger können mit einer Ausnahmegenehmigung um 90 Euro für zwei Jahre in allen grünen Zonen weiter parken", sagt Auinger. Nach zwei Jahren wird die Verkehrsentlastung evaluiert, um eventuell doch eine Unterteilung einzuführen.

Pendler aus den Umlandgemeinden müssen ein Monats- oder Jahresticket kaufen, wobei der derzeit kolportierte Preis von 700 Euro im Jahr voraussichtlich nicht halten wird. Er soll aber auf jeden Fall teurer als das 365-Euro-Öffiticket sein, um einen Lenkungseffekt zu erzielen.

Die ersten zwei bis drei Stunden in der Dauerparkzone bleiben kostenlos, danach sind 90 Cent pro Stunde oder 7,20 Euro pro Tag fällig.

Ausnahmen will der SPÖ-Klubchef für Handwerker und Wirtschaftstreibende durchboxen, die Aufträge vor Ort durchführen müssen.

Das Geld, dass aus den Gebühren in die Stadtkasse fließt, möchte Bernhard Auinger zweckbinden und damit die Umlandgemeinden beim Ausbau der Park & Ride-Flächen vor Ort unterstützen: "Denn nur da ist es sinnvoll."

Michael Pichler, Kronen Zeitung

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