08.11.2006 13:42 |

Ausgemergelt

Ess-Störungen bei Mädchen nehmen zu

Die Zahl der von Ess-Störungen betroffenen Jugendlichen - in erster Linie Mädchen - steigt deutlich. Wie Kärntens Gesundheitslandesrat Schantl am Mittwoch erklärte, gebe es allein im südlichsten Bundesland mindestens 15.000 von dieser Krankheit betroffene Personen. "Bundesweit sind geschätzte 200.000 Menschen zumindest einmal in ihrem Leben von einer solchen Störung betroffen", meinte Schantl.

Der Landesrat setzt nun verstärkt auf Prävention. Die Ursachen für das Auftreten von Ess-Störungen, zumeist sind es Anorexie (Magersucht) beziehungsweise Bulimie, sind noch immer nicht ganz geklärt.

Vermutlich liege es am Zusammentreffen einer größeren Zahl von Auslösern, sagte Schantl in Klagenfurt. Persönliche Probleme wie geringes Selbstwertgefühl oder Ärger in Familie oder Schule würden ebenso eine Rolle spielen wie gesellschaftliche Schönheitsideale.

Jugendliche unzufrieden mit Figur
"Eine Befragung unter Jugendlichen in Kärnten hat ergeben, dass sehr viele der Meinung sind, mehr Erfolg zu haben, wenn sie schlank sind." Ein weiteres Ergebnis dieser Umfrage: Ein Viertel aller Jugendlichen, die normal- oder untergewichtig sind, glauben, abnehmen zu müssen und fast zehn Prozent von ihnen beginnen dann tatsächlich mit einer Diät.

Für Schantl ist Aufklärung und Information ein entscheidender Punkt in der Bekämpfung dieser Entwicklung. Deshalb wurde ein Folder entwickelt, der Jugendliche "in einfacher, klarer Sprache nahe bringen soll, worum es geht".

Freitag, 25. Juni 2021
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