14.04.2017 06:54 |

"Neuer" Kreuzweg

Schüler aus Abtenau überraschen neuen Pfarrer

Gerade mal zwei Monate ist Pater Virgil Steindlmüller Pfarrer in Abtenau und schon erwartet ihn eine große Überraschung am Karfreitag: Schüler der Neuen Mittelschule haben den Kreuzweg ganz neu interpretiert und Parallelen zum heutigen Leben gezogen. Für den Geistlichen "ein toller Mosaikstein" zum Empfang.

Die Geschichte des Kreuzwegs auf das heutige Leben zu übertragen war die Aufgabenstellung von Religionslehrer Christian Wallinger an die 25 Schüler der 4C. "Erst ist Jesus verleugnet worden. Als er das Kreuz getragen hat, ist er zusammengebrochen. Seine Mutter und die weinenden Frauen haben ihm ein Handtuch gereicht. Schließlich wurde er ans Kreuz genagelt und ist am dritten Tag auferstanden", weiß Hannah.

Sie verbindet den Leidensweg mit Schularbeiten. "Du beginnst zu lernen, verzweifelst an einer Aufgabe, die Freundin hilft dir, du versagst erneut, am Vorabend liegst du im Bett, dein Gehirn ist leer, nach der Schularbeit wird auf das Ergebnis hingefiebert und dann hast du eine positive Note", zog Hannah Parallelen. Ihre Gedanken wurden auf einer Tafel festgehalten, die extra von den Jungs aus der Klasse gebaut wurde. "Kreuzweg ist immer ein schwieriges Thema. Die Schüler haben eine Stunde gebraucht, um in sich zu kehren. Dann ging es ans Werken", berichtet Lehrer Christian Wallinger.

Pater Virgil lobt Umsetzung
Die Ausstellung ist nicht nur bei den Mitschülern sehr gut angekommen. Auch Pater Virgil Steindlmüller machte sich ein Bild vor Ort. "Dieser letzte Tag Jesu am Karfreitag vor seinem Sterben ist nicht nur eine Geschichte, die vor 2000 Jahren war, sondern diese Leidenswege geschehen ja heute. Nicht nur wenn Menschen in Kriegsgebieten leben oder mit schweren Krankheiten zu kämpfen haben, sondern auch die kleinen Kreuzwege im alltäglichen Leben", lobt Pater Virgil die Umsetzung. Er selbst als studierter Theologe hätte "über 25 Ecken und globaler gedacht", wie der einstige Prior vom Stift St. Peter gesteht. Von der Abtenauer Bevölkerung wurde er offen und herzlich empfangen. "Am Land ist die Verbundenheit zur Kirche intensiver. Es ist viel zu tun, das macht Freude."

Sandra Aigner, Kronen Zeitung

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