Feiertags-Debatte:

Muslimische Kinder dürfen sich freinehmen

Das höchstgerichtliche Tauziehen um den Karfreitag als Feiertag für möglicherweise alle bewegt auch Oberösterreich. Auch für die Schulen könnte diese Debatte relevant werden, obwohl der Karfreitag immer in den Ferien ist. Denn zusätzliche Feiertage gibt es für muslimische Kinder, sie dürfen zu drei Anlässen freinehmen.

Dass der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag nur für "die Evangelischen" ist, ist als möglicher Fall von Diskriminerung derzeit beim Höchstgericht OGH anhängig. Wenn als Ergebnis der "freie Karfreitag für alle" kommt, könnte auch eine Debatte über muslimische Feiertage folgen. Diese spielen etwa in Oberösterreichs Landesdienst derzeit noch keine Rolle, weil sie eben nicht zu den gesetzlichen Feiertagen für ein bestimmtes Religionsbekenntnis gehören.
An den Schulen in Oberösterreich ist auch das ein bisschen anders. Mit Erlass des Bildungsministeriums wird empfohlen, Schülerinnen und Schülern des islamischen Religionsbekenntnisses anlässlich das Ramadanfestes, des Opferfestes sowie des Aschuratages freizugeben. Nicht als Automatik, sondern auf Ansuchen.
Diese Feste sind - wie Ostern - bewegliche. Das Ramadanfest ist heuer von 25. bis 27. Juni und der Aschuratag am 30. September. Das Opferfest ist an den Schulen heuer nicht relevant, weil es von 1. bis 4. September ist, also noch in den großen Ferien liegt. 2018 wird das ebenso sein, 2016 aber wirkte das Opferfest in Oberösterreich ferienverlängernd. Nicht-islamische Kinder haben diese Zusatztage nicht - auch ein Fall von Diskriminierung?

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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