10.04.2017 09:15 |

Ukraine & Co.

Das schmutzige Geschäft mit Tieren boomt

Der illegale Handel mit Tieren ist zum Millionen-Geschäft geworden. Einblicke in die fast schon mafiösen Methoden der Täter haben Burgenlands Zollfahnder. Zuletzt hatten sie wie berichtet einen Boten gestoppt, der fünf Rassekatzen aus der Ukraine nach Italien schmuggeln sollte. Ein Tier ist mehr als 1000 Euro wert.

Die Zucht von edlen Samtpfoten und Rassehunden ist vor allem in der Ukraine ein einträgliches Geschäft. Der geheime Handel ist bestens organisiert. "Ein Schmuggler führt meist mehrere Fahrten im Monat durch. Bei jeder Tour hat er vier bis sechs Katzen dabei. Da kommt beim Verkauf schon eine gewaltige Summe zusammen", wissen erfahrene Fahnder.

Tiere als Schmuggelware
Einen Täter hatten die Beamten der Operativen Zollaufsicht erst vor wenigen Tagen aus dem Verkehr gezogen. Auf der Südautobahn bei Loipersdorf wurde der ukrainische Lenker mit einem polnischen Kleintransporter gestoppt. Die illegale Fracht: vier schottische Kurzhaarkatzen und eine sogenannte Sphynx, eine kanadische Rasse. Der Chauffeur sollte die von Hintermännern bestellte "Ware" nach Neapel in Italien liefern. Dort hätten die fünf sichergestellten Samtpfoten mehrere tausend Euro eingebracht.

Botenfahrer lockt das schnelle Geld
300 Euro hätte der Bote für die Schmuggelfahrt erhalten, wie er gegenüber der Zollfahndung Burgenland angab. "Wenn man bedenkt, dass das Monatseinkommen in der Ukraine üblicherweise bei 150 bis 300 Euro liegt, ist leicht vorstellbar, dass sich viele ein schnelles Geld machen wollen", so ein Zollermittler. Der Täter wurde angezeigt, ein Finanzstrafverfahren eingeleitet.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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