06.11.2006 19:46 |

Giftiger Frosch

Frösche verwenden Insektenschutz

Pfeilgiftfrösche verfügen über einen schlauen Abwehrmechanismus gegenüber Mücken: Sie produzieren in ihrer Haut ihr eigenes Mückenschutzmittel. Mit dem Gift lassen sich Gelbfiebermücken gut abwehren.

Die Insekten sind bei einem Versuch auf Stellen, die mit dem Gift behandelt worden waren, seltener gelandet als auf unbehandelten und haben auch weniger oft gestochen. Dennoch lasse sich dieser Mückenschutz wahrscheinlich nicht beim Menschen anwenden, schreiben die Wissenschaftler der US-Akademie der Wissenschaften. Er ist im Tierversuch für Mäuse sehr giftig gewesen.

Für ihren Test wählten die Forscher eines von insgesamt mehr als 350 Giften aus der Haut der häufig grell-bunten Tropenfrösche, das so genannte Pumiliotoxin 251D. Sie gaben das Mittel im Labor auf kleine Hautproben, unter denen sich eine für die Mücken verlockende Zuckerlösung befand. Das Gift vertrieb die Mücken nicht nur, es verletzte sie zudem: Einige Mücken konnten von giftbehandelten Hautproben nicht mehr wegfliegen und verloren zum Teil sogar ihre Beine.

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