07.04.2017 23:30 |

Kabelbrand

In Salzburg mussten Tausende abwarten!

"Black out" am Linzer Hauptbahnhof: Ausgerechnet zum Beginn der Osterreisewelle legte am Freitag ein Kabelbrand diese wichtige Verkehrsdrehscheibe lahm. Qualm zog durch das weit verzweigte unterirdische Kabelschachtsystem. Bis zum Nachmittag mussten Tausende in Salzburg warten und Umwege in Kauf nehmen.

Der Alarm ging gegen fünf Uhr früh los: In einem Verteiler neben den Gleisanlagen war ein Kabelbrand ausgebrochen. Der Qualm drang an zahlreichen Öffnungen unter den Bahnsteigen heraus. Der gesamte Zugverkehr musste gestoppt werden. Davon betroffen waren die West-, die Phyrn- und die Summerauerbahn sowie die internationalen Züge von und nach Deutschland, der Schweiz, Ungarn und Tschechien.

Ein Konvoi an Rettungsfahrzeugen rückte an, während die Feuerwehr die Lage sondierte. Da im Kabelschacht auch 15.000-Volt-Leitungen verlaufen, kam ein Löscheinsatz mit Wasser nicht in Frage. Also wurde das Feuer durch das einleiten von CO2 und mehr als zwei Tonnen Löschpulver innerhalb von sieben Stunden erstickt.

Die ÖBB reagierten vorerst zögerlich auf den Ausfall. In Linz kam es zu chaotischen Zuständen im Pendler- und Reiseverkehr. Und auch in Salzburg warteten am Bahnhof Tausende auf ein Weiterkommen. Erst am frühen Vormittag trafen die ersten Schienen-Ersatzbusse ein. Sie pendelten zwischen Wels und St. Valentin.

Angesichts der Lage sagten sogar einige Reisende ihren Urlaub ab. Andere nahmen teure Taxifahrten in Kauf.

Nach 14 Uhr, so ÖBB-Mann Bernhard Rieder, wurde der Bahnbetrieb in Linz wieder hochgefahren. Die Verspätungen dauerten.

Auch Bundespräsident Alexander van der Bellen wurde ein Opfer. Er konnte nicht mit dem Zug von seinem Salzburg-Besuch zurück nach Wien fahren. Landeshauptmann Wilfried Haslauer stellte ihm aber einen Dienstwagen zur Heimreise zur Verfügung.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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