08.04.2017 07:02 |

Mittels ESO-Teleskop

Erstmals Atmosphäre um Supererde nachgewiesen

Mithilfe eines Teleskopes der Europäischen Südsternwarte in Chile ist es Astronomen jetzt erstmals gelungen, eine Atmosphäre um eine sogenannte Supererde - und damit eine Voraussetzung für Leben - nachzuweisen. Der Exoplanet namens GJ 1132b kreist im südlichen Sternbild Segel um einen Roten Zwerg, der rund 39 Lichtjahre von uns entfernt ist.

Nachweisen konnte ein internationales Forscherteam die Atmosphäre von GJ 1132b mithilfe des 2,2-Meter-ESO/MPG-Teleskopes der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile, berichtet das Planck-Institut für Astronomie (MPIA), das an der Entdeckung mitbeteiligt war, auf seiner Website. Aus der Perspektive der Astronomen zieht die Supererde alle 1,6 Tage direkt vor ihrem Zentralgestirn vorbei.

Die wenigen nachgewiesenen Atmosphären von Exoplaneten waren bis dato nur solche von sogenannten Gasriesen - Verwandten des Jupiters - oder von deutlich massereicheren Supererden. Mit den neuen Beobachtungen habe man die ersten vorsichtigen Schritte hin zur Untersuchung der Atmosphären von kleineren und damit deutlich erdähnlicheren Planeten getan, berichten die Wissenschaftler im "Astronomical Journal".

Genaues Aussehen der Supererde noch unklar
Noch würden die Daten aber nicht ausreichen, um im Einzelnen nachzuweisen, wie ähnlich oder unähnlich der Exoplanet GJ 1132b unserer Erde tatsächlich ist. Bei der Supererde könne es sich beispielsweise auch um einen Ozeanplaneten, eine sogenannte "Wasserwelt" mit einer Atmosphäre aus heißem Wasserdampf handeln, so die Forscher.

Die Entdeckung der Atmosphäre mache GJ 1132b aber auf alle Fälle zu einem lohnenden Ziel für weitere Untersuchungen, etwa mit dem Weltraumobservatorium "Hubble", dem Very Large Telescope der ESO oder dem "James Webb"-Weltraumteleskop, das 2018 seinen Betrieb aufnehmen soll, heißt es auf der MPIA-Website.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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