1. Erkältungswelle

Apotheken rüsten für den Ansturm

Kaum ziehen die ersten winterlich-kalten Herbsttage ins Land, schon beginnen Nasen zu rinnen und Kehlen zu kratzen: Die Grippegefahr steigt! Experten empfehlen deshalb, sich noch rasch mit den wichtigsten Mittelchen einzudecken, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Nur dann impfen lassen, wenn man zur Risikogruppe zählt.

„Bei uns geht´s schon los, immer mehr Kunden kommen und fragen nach den besten Medikamenten gegen Erkältung oder Grippe“, berichtet Johann Winkler von der Schutzengelapotheke in Linz. Trotzdem sind viele eigentlich schon zu spät dran, weil sie erst kommen, wenn sie schon spüren, dass eine Erkältung im Anmarsch ist: „Wichtig wäre, das Immunsystem schon vorher zu stärken, mit Vitaminpräparaten oder auch homöopathischen Mitteln. Da gibt es ja eine ganze Palette“, so die Linzer Apothekerin Petra Riedler. In ihrer Apotheke an der Mozartkreuzung in Linz sind die Regale schon prall gefüllt, damit es zu keinem Engpass kommt.

Auch die Grippeimpfung ist - wie jedes Jahr - ein heißes Thema, denn nicht alle Ärzte befürworten diesen Schutz: „Manche sagen zwar, alle sollten sich impfen lassen, aber ich finde, es reicht, wenn sich Menschen über 60, Immunschwache und Kinder gegen die echte Influenza schützen“, meint Allgemeinmediziner Klemens Kern vom Linzer AKH.

Stichwort: Die Influenza, die so genannte „echte Grippe“, ist zu unterscheiden vom grippalen Infekt oder der Erkältung. Letztere sind nämlich harmlos, während die Influenza vor allem für ältere Menschen und Kinder sogar tödlich sein kann. Die Symptome sind zwar ähnlich und bekannt: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen, Husten - aber bei der „echten Grippe“ wesentlich intensiver, vor allem das Fieber steigt meist über 39 Grad. Ein Bluttest zur Unterscheidung wird dennoch kaum gemacht, denn die Auswertung dauert so lange, dass die Krankheit bis dahin längst vorüber ist.

 

 

 

Foto: Johann Haginger

Freitag, 07. Mai 2021
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