02.04.2017 09:12 |

Vor Wien-Visite

Die buntesten Reisen von Prinz Charles

Royale Fans zählen schon die Stunden, bis Prinz Charles am Mittwoch endlich in Wien landet. Lang ist's her - genauer gesagt 31 Jahre, dass der britische Thronfolger bei uns war. Damals noch mit Prinzessin Diana, diesmal mit seiner geliebten Camilla. Wirklich verübeln kann man es ihm nicht, denn wenn man sich seinen Terminkalender so ansieht, hat der Prinz von Wales einige Reiseverpflichtungen.

Ob überraschende Schulbesuche auf den Fidschi-Inseln, auf Spurensuche im kanadischen Indianer-Reservat, ein flotter Tango-Nachhilfekurs in Buenos Aires oder Guru-Besuche innerhalb der eigenen Landesgrenzen - die royale Reiselust von Charles scheint unerschöpflich. Da freuen wir uns umso mehr, dass er für uns wieder einmal Zeit findet.

Am Freitagabend trafen Charles und Camilla in Florenz ein. In Italien bleibt das Paar auch, bis es am Mittwoch nach Wien reist. Unmittelbar davor werden der Prinz und die Herzogin am Dienstag den Vatikan besuchen und mit Papst Franziskus zusammentreffen. Besuche sind in Rom auch beim italienischen Präsidenten Sergio Mattarella sowie am Sitz der UNO-Welternährungsorganisation (FAO) geplant.

Im "Krone"-Interview gibt Kurt Tiroch, Chef der Österreichisch-Britischen Gesellschaft, neue Details rund um Brexit und Besuchsprogramm preis:

"Krone": Herr Dr. Tiroch, Sie sind Präsident der Österreichisch-Britischen Gesellschaft mit etwa 500 Mitgliedern. Wie fühlen Sie sich derzeit zwischen Brexit und dem Besuch von Prinz Charles?

Kurt Tiroch: So wie vermutlich die allermeisten 8000 Exilbriten in Österreich auch: Ich schwanke zwischen banger Brexit-Sorge und freudiger Windsor-Erwartung.

Mixed feelings, gemischte Gefühle also?
Natürlich! Ich hoffe nicht, dass aus Great Britain ein Little England wird, aber leider müssen wir auch das in Betracht ziehen! Und da gibt es ja auch noch Gibraltar, das mehrheitlich für den Verbleib gestimmt hat.

Die Chancen auf einen guten Deal?
Großbritannien ist insgesamt in einer schwachen Verhandlungsposition, aber die anderen 27 Mitgliedstaaten sind gespalten, jedoch im Hauptziel bisher einig - der Weg wird für beide Seiten lange und steinig.

Was ist aus Ihrer Sicht das Worst-case-Szenario?
Keine Übereinstimmung über irgendwelche Punkte - GB steht im März 2019 mit leeren Händen da.

Daran wollen Sie aber am kommenden Mittwoch und Donnerstag nicht denken?
Das ist korrekt. Vorerst freue ich mich auf den Besuch Seiner Königlichen Hoheit und der Herzogin von Cornwall. Zumal das Königshaus ja schon immer ein stabiler Fels in der Brandung in bewegten Zeiten war.

Werden Sie in Ihrer Funktion Prinz Charles und Camilla in Wien treffen?
Die Chancen stehen momentan sehr gut. In jedem Fall werde ich ein "God save the Queen" anstimmen - und mir ein Glas schottischen Whisky genehmigen.

"Krone"-Adabei und krone.at; Interview: Mark Perry

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