04.11.2006 18:08 |

Gierig und hungrig

"Touristin" stiehlt bei Bauern Speck und Geld

Je abgelegener, desto besser! Einsamen Bauernhöfen statteten eine 50-jährige Ungarin und ihre einen Komplizen Besuch ab. Auf dem Land stehen eben noch viele Türen offen, das Vertrauen ist groß - das nutzte die "Touristin", um sich in Häuser zu schleichen. Und dort blitzschnell schamlos Schmuck, Geld und sogar Speck zusammenzuraffen.

Bis in die entlegensten Tiroler Bergdörfer gelangte Maria B. Selbst fuhr sie freilich nicht. Die als "Touristin" getarnte Ostkriminelle hatte bei ihren Einbruchstouren einen ganzen Clan dabei.

"Meist zwei junge Komplizen. Der eine fungierte als Aufpasser, der andere als Chauffeur", schildert einer der erfolgreichen Fahnder der Landeskriminalamts-Außenstelle in St. Pölten. Säckeweise wechselten kostbarer Familienschmuck, Kruzifixe und die Ersparnisse den Besitzer. Manchmal steckte die Ungarn-Bande sogar Speck und Brot in die mitgebrachten Säcke. Wenn sie beim Herumschleichen ertappt wurde, gab sich die Ungarin ahnungslos. "Haben Zimmer frei?", radebrechte die Ostkriminelle. Jetzt sitzt sie allerdings in Haft. Denn in Purgstall ließ sich ein vifer Bauer nicht täuschen. Als sich die Ungarin näherte, alarmierte er die Polizei.

Von Mark Perry; Symbolbild

Donnerstag, 24. Juni 2021
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