Mo, 20. August 2018

Programmiererfehler

29.03.2017 12:53

7,6 Milliarden Euro auf falsche Konten überwiesen

Überweisungspanne bei der staatlichen deutschen Förderbank KfW: Sie transferierte fälschlicherweise 7,6 Milliarden Euro an verschiedene Banken. Der gesamte Zahlungsprozess soll nun auf den Prüfstand gestellt werden, wie KfW-Vorstandsmitglied Günther Bräunig am Mittwoch in Frankfurt bei der Vorstellung der KfW-Bilanz 2016 ankündigte.

Bräunig kündigte eine "lückenlose Aufklärung" an. Ein vergleichbarer Fehler dürfe nicht wieder vorkommen. "Der Vorstand nimmt den Vorfall sehr ernst", sagte Bräunig. Auslöser der Überweisungspanne war den Angaben zufolge ein Fehler eines erfahrenen KfW-Programmierers bei Arbeiten an der IT. Infolge einer fehlerhaften Einstellung habe die Zahlungsverkehrssoftware in einer Wiederholungsschleife am 20. Februar automatisch Mehrfachzahlungen an vier Banken ausgelöst.

Ein externer Cyberangriff oder vorsätzliches Verhalten sei auszuschließen, betonte Bräunig. Das Geld sei am nächsten Tag wieder zurückgeholt worden. In der Finanzbranche komme es regelmäßig zu Fehlüberweisungen. Den Schaden durch Transaktionskosten und Zinsen bezifferte der Vorstand auf 25.000 Euro.

"Der Fall schlägt uns reputativ ins Kontor", sei aber nicht mit der Überweisung an die US-Bank Lehman 2008 zu vergleichen, so Bräunig. Damals, inmitten der Finanzkrise, hatte ein bewusst ausgeführter Millionen-Transfer der KfW für Schlagzeilen gesorgt: Eine Überweisung von 320 Millionen Euro an Lehman Brothers am Tag des Insolvenzantrags der US-Investmentbank trug der Förderbank des Bundes und der Länder viel Spott ein.

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