Mi, 15. August 2018

"Küsten-El-Nino"

22.03.2017 13:39

Peru: Häfen wegen "anormaler Wellen" geschlossen

Die Behörden in Peru haben wegen "anomaler Wellen" am Dienstag 23 Pazifikhäfen vorübergehend geschlossen. Wie das Katastrophenzentrum mitteilte, wird die Sperrung bis mindestens Mittwoch andauern und gehe auf eine Forderung der Schifffahrtsdirektion der Marine zurück. Vermutet wird ein Zusammenhang mit dem für Wissenschaftler rätselhaften Klimaphänomen "Küsten-El-Nino", das sich bisher auf die peruanische Küste beschränkt.

Das Meereswasser vor der Küste ist um rund fünf Grad wärmer als um diese Jahreszeit üblich. Stellenweise wurden sogar zehn Grad mehr gemessen. Wegen der dadurch ausgelösten starken Verdunstung des Wassers kam es zu heftigen Regenfällen in den Anden, was die Flüsse anschwellen ließ und zu dramatischen Überschwemmungen und Erdrutschen führte. Ganze Ortschaften wurden durch die reißenden Ströme zerstört - das Gefälle von den Anden zur Küste verschlimmerte die Lage noch.

Mindestens 78 Menschen kamen dadurch bisher ums Leben, insgesamt sind mehr als 600.000 Menschen betroffen. Der größte und wichtigste Hafen des Landes, Callao bei der Hauptstadt Lima, bleibt aber vorerst offen.

Die Schulen in Lima bleiben vorerst geschlossen. Seit Tagen ist die Trinkwasseraufbereitung in der Hauptstadt wegen der Fluten und des mitgeführten Gerölls stark eingeschränkt. Präsident Pedro Pablo Kuczynski forderte die internationale Gemeinschaft zu mehr Anstrengungen gegen den Klimawandel auf.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.