Im UKH Linz ist die Mühlviertlerin bekannt wie ein „bunter Hund“, der Portier muss erst gar nicht in den Computer schauen: „Frau Neidhart, Zimmer 614.“ „Ich war zwei Wochen fast tot, und jetzt krieg´ ich total viel Besuch“, sagt die Lehrerin. An den Unfall vor fünf Wochen kann sie sich nicht erinnern: „Ich war am Heimweg und bin dann zwei Wochen später im Spital munter geworden.“
Dass sie zwölf Stunden schwerst verletzt im Straßengraben gelegen und von ihrem Cousin gerettet worden war, hat sie später erfahren. Gegen den inzwischen verhafteten Unfalllenker (21) aus St. Veit/M. hegt sie keinen Groll: „Der muss damit fertig werden, dass ich wegen ihm keinen Daumen mehr habe und meine Wirbel kaputt sind.“
Ob sie ihn sehen will: „Wenn er mag, hab´ ich kein Problem damit.“ Vorerst ist Maria Neidhart nur wichtig, bald wieder in ihre Klasse in St. Peter/W. zurückzudürfen. „Ich muss jetzt noch zur Reha, aber nach Weihnachten gibt´s eine Chance.“
Foto: Markus Schütz
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