15.03.2017 07:41 |

Nach Ecclestone

Die Formel 1 wird schneller und spektakulärer

Ab 26. März dreht die Formel 1 wieder ihre Runden - und die neue Saison verspricht so etwas wie ein umfassendes Frühlingserwachen. Regelreformen haben die Karten neu gemischt und schnellere, aggressiver wirkende Autos produziert. Branchenleader Mercedes rechnet im Jahr eins nach Bernie Ecclestone mit einem härteren Titelkampf als zuletzt. Der WM-Favorit ist dennoch ein alter Bekannter.

In Melbourne beginnt demnächst erstmals seit 23 Jahren wieder eine Formel-1-Saison ohne den amtierenden Weltmeister. Nico Rosberg zog nach seinem ersten Titel mit Mercedes eine radikale Konsequenz, indem er Ende November in Wien mit 31 seinen Rücktritt verkündete. Als wahrscheinlichster Nachfolger des Deutschen gilt laut Wettanbietern mit Lewis Hamilton sein Vorgänger und als Teamkollege ehemals schlimmster Feind.

Kein Platz mehr für Ecclestone
Einschneidender als der Abgang von Rosberg ist allerdings eine andere Personalie: Viel war in den vergangenen Jahren über mögliche Ecclestone-Nachfolger spekuliert worden - viel schneller als gedacht wurde diese Frage irrelevant. Denn Ecclestone ist weg, und im neuen Konstrukt kein Platz mehr für Alleinherrscher, wie es der Brite die meiste Zeit seines knapp 40-jährigen Wirkens war.

Im Zuge der Übernahme durch den US-Konzern Liberty Media wurde Ecclestone im Jänner de facto abgesetzt. Seine neue offizielle Bezeichnung: Vorsitzender im Ruhestand. "Er hat die Show lange Zeit als Ein-Mann-Diktator geführt. Ich denke, der Sport braucht einen frischen Start", erklärte der neue Vorstandschef Chase Carey. Ecclestone-Vertraute wie Mercedes-Teamaufseher Niki Lauda gehen davon aus, dass sich der 86-Jährige in Zukunft nur selten bei Rennen blicken lassen wird.

Seine Agenden haben die neuen Machthaber auf mehrere Köpfe verteilt. Ex-Teamchef Ross Brawn ist als Managing Director für Motorsport zuständig, sein Pendant auf der wirtschaftlichen Seite ist der US-Amerikaner Sean Bratches. An der Spitze steht Carey, der die Formel 1 attraktiver, glitzernder und einem jüngeren Publikum leichter zugänglich machen will.

Mehr Entertainment
"Wir müssen die Events größer machen als jemals zuvor, mit Musik, Entertainment und Sport im Zentrum von allem", sagte der Mann mit dem Schnauzbart. "Ich habe von 21 Super Bowls gesprochen, und das sollten wir wirklich machen." Viele Ideen geistern umher, die meisten davon - etwa eine fixe Budgetgrenze für die Teams oder Stadtkurse in New York, Miami etc. - sind vorerst reine Visionen.

Die nahe sportliche Zukunft zeichnet sich ein wenig deutlicher ab. Denn Mercedes, das noch immer den stärksten V6-Hybrid-Turbomotor im Heck hat, ist auch vor den 20 Rennen der neuen Saison der erste Anwärter auf die WM-Krone. "Wir wollen wieder Weltmeister werden, aber wir wissen, dass es in diesem Jahr schwieriger werden wird", sagte Motorsportchef Toto Wolff. Mercedes als den logischen Favorit zu bezeichnen, sei naiv, bemerkte Lauda.

In den vergangenen drei Jahren holte Mercedes unter den beiden Österreichern dreimal den Titel bei den Konstrukteuren und stellte ebenso oft den Fahrer-Weltmeister. Zweimal war Hamilton erfolgreich, zuletzt Rosberg. Von 59 Grand Prix gewannen die beiden 51. Nun hat sich die Formel 1 ein neues Aerodynamik-Reglement und damit den Autos eine neue Optik verpasst - samt der charakteristischen Haifischflosse, die heiß diskutiert wird.

Hamilton pessimistisch
"Ich glaube nicht, dass es je ein Team geschafft hat, vor und nach solchen Regeländerungen Weltmeister zu sein. Das ist das große Ziel für uns", meinte Hamilton. Der Brite gibt sich gewohnt forsch: "Ich möchte die Pole Position, die schnellste Runde, die Bestzeit in jedem Training und gewinnen."

Die neuen Gefährte sind länger, breiter, bis zu fünf Sekunden pro Runde schneller und physisch herausfordernder. "Wahrscheinlich werden wir in den nächsten Monaten Änderungen beim Nackenumfang der Fahrer sehen", prognostizierte Hamilton. Der 32-Jährige hat mit dem Finnen Valtteri Bottas einen neuen Stallkollegen bekommen. Der Ex-Williams-Mann möchte "um Siege kämpfen", die Aussicht auf einen latenten Kriegszustand im Team wie zu Rosberg-Zeiten ist mit ihm aber gering.

Ferrari und Red Bull in Lauerstellung
Mehr als Mercedes nur die Stirn bieten wollen Ferrari und Red Bull. Die Scuderia-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel waren bei den Wintertests in Barcelona die Schnellsten, zudem beeindruckten die Ferraris mit Beständigkeit. "Sie sind sehr nahe bei uns, wenn nicht sogar schneller", lobte Hamilton die Konkurrenz. Der Rennstall aus Maranello steht durchaus unter Druck, waren die Italiener doch seit 2008 nicht mehr der beste Konstrukteur. Zudem sind Vettel und Ferrari seit 27 Rennen sieglos.

Red Bull, das sich 2016 in Barcelona und Sepang durchsetzte, greift wieder mit Daniel Riccardo und Ausnahmetalent Max Verstappen an. Der 19-jährige Niederländer gilt für viele als der kommende Superstar. Auf dem Circuit de Catalunya kamen die "Bullen" nicht ganz an die Topzeiten von Ferrari und Mercedes heran, dennoch ist die Devise klar. "Wir erwarten von beiden Fahrern, dass sie um die Weltmeisterschaft kämpfen", sagte Motorsport-Konsulent Helmut Marko.

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