Cobra-Einsatz

Beim Zechen fiel ein Schuss

Ein schmerzhaftes Ende nahm Dienstagfrüh eine Zecherei für den Arbeiter Daniel B. (37) in einer Wohnung in Gallspach. Bei einem Gerangel um eine Pistole löste sich plötzlich ein Schuss, das Projektil durchschlug seine rechte Hand. B. musste operiert werden, kann aber das Welser Klinikum in einigen Tagen wieder verlassen.

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"Ich hab’ mich gefürchtet, als der Typ plötzlich mit der Pistole herumgefuchtelt und auf mich und meinen Kumpel Martin gezielt hat", sagt Daniel B. im Spitalsbett zur "Krone". Die rechte Hand des 37-Jährigen ist nach der medizinischen Versorgung dick verbunden: "Ich wollte dem Mann die Waffe aus der Hand reißen, dabei ist der Schuss losgegangen."

Umtrunk
B. erzählt, dass er und Martin G. einen Umtrunk beim Wirten machen wollten, dabei auf Alexander J. trafen. "Er hat uns dann im Lauf des Abends in seine Wohnung eingeladen, wo wir weitergefeiert haben." Dafür, warum J. eine Waffe in der Hand hielt, hat B. keine Erklärung: "Er ist plötzlich aggressiv geworden." Ob die Pistole von selbst losgegangen ist oder ob J. abgedrückt hat, weiß er ebenfalls nicht: "Es hat jedenfalls nicht lang gedauert und die Cobra ist dagewesen."
Die polizeiliche Einvernahme des Verdächtigen war aufgrund der starken Alkoholisierung zunächst nur schwer möglich. Die Waffe dürfte er legal besessen haben. Am Dienstagabend wurde er in die Justizanstalt Wels überstellt. "Wir ermitteln vorerst wegen des Verdachts des versuchten Mordes - ob es dabei bleibt, werden die weiteren Ermittlungsergebnisse zeigen", sagt Birgit Ahamer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Markus Schütz und Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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