So, 19. August 2018

"Krone"-Ombudsfrau

07.03.2017 11:28

OÖ: Seit vier Jahren Streit um Größe von Mülltonne

"Ich wohne allein in meinem Haus und lege eine nachhaltige und umweltschonende Lebensweise an den Tag", sagt Norbert K. aus Vöcklamarkt (OÖ). Deshalb schien ihm seine 90 Liter fassende Mülltonne viel zu groß - auch wenn sie nur alle sechs Wochen entleert wird. Vier Jahre lang wartete er auf einen Bescheid!

Bereits seit dem Jahr 2009 versucht der umweltbewusste Vöcklamarkter eine kleinere Mülltonne zu bekommen: "30 Liter würden mir genügen". Zuerst mit Vorsprachen bei der Gemeinde und beim Bürgermeister. Schließlich stellte er einen "Devolutionsantrag für ein geringeres Behältervolumen des Abfallbehälters". Am 19. November 2012 schickte er den eingeschriebenen Brief weg und wartete. Vier lange Jahre später und erst nachdem er die Volksanwaltschaft eingeschaltet hat, um seinem Wunsch nach einer bescheidmäßigen Bearbeitung durchzusetzen, gab es eine Antwort. Die lange Verfahrensdauer findet Herr K. demokratiepolitisch bedenklich. Die Ombudsfrau auch.

Fast schon logisch, dass sein Ansinnen abgelehnt wurde. Und auch eine Berufung, die vom Gemeinderat behandelt werden musste, fiel zu Ungunsten des Gemeindebürgers aus. Amtsleiter Robert Schrötter: "Eine 30-Liter-Tonne ist aus arbeitsnehmerschutzrechtlichen Gründen nicht möglich. Herr K. hat die Möglichkeit, sich ans Landesverwaltungsgericht zu wenden." Doch vorerst ist er nur enttäuscht: "Es gibt in unserer Gemeinde keinen Anreiz, Müll zu vermeiden."

 Ombudsfrau
Ombudsfrau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.