Wachkoma-Fall

"Ich hoffe, die Isabella überlebt das!"

Der Linzer Harald F. (58) ist verzweifelt und fordert Aufklärung. Seine Frau liegt auf der Intensivstation der Barmherzigen Schwestern im Wachkoma. Die 60-Jährige hatte sich zuvor wegen einer Routinebehandlung bei den Barmherzigen Brüdern in Spitalsbehandlung begeben, während der sie in einen lebensbedrohlichen Zustand fiel.

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Ihre Frau kam am 3. Jänner zur Behandlung der Nervenkrankheit Polyneuropathie auf die Neurologie-Station der Barmherzigen Brüder.
Geplant war eine Routinebehandlung mit Elektrotherapie und Infusionen, wie sie es auch in der Vergangenheit mehrfach machen ließ, wenn sie Schmerzen hatte.

Diesmal gab es aber Probleme mit Tabletten, die sie offenbar nicht vertragen hat?
Sie hatte plötzlich Blut im Stuhl, konnte nicht mehr gehen und hatte Ausschläge am ganzen Körper. Sie wollte die Tabletten nicht mehr einnehmen, weil ihr davon schon ganz schlecht war und sie hat dann auch nichts mehr gegessen. Einmal war sie richtig zugedröhnt, hat lauter Unsinn geredet. Als ich mich bei einer Krankenschwester darüber beschwert hab', meinte die, dass Isabella die Tabletten verlangt haben soll.

Am 26. Jänner hat sich der Zustand akut verschlechtert.
Ab dem 23. musste sie künstlich beatmet werden. Am 26. konnte sie in der Früh auch nicht mehr reden. Am Nachmittag lag sie plötzlich bei den Barmherzigen Schwestern auf der Intensivstation. Sie hatte 42,5 Grad Fieber und zuvor Blut gespuckt. Mich hat niemand informiert und keiner hat bisher erklärt, was schiefgelaufen ist. Ich will aber wissen, ob Behandlungsfehler passiert sind, darum hab’ ich den Patientenanwalt eingeschaltet.

Warum glauben Sie an einen Behandlungsfehler?
Ein Arzt bei den Schwestern hat am 26. gesagt, dass bei den Brüdern etwas schief gelaufen ist und er sich den Krankenakt bringen lässt. Als ich ihn am 30. darauf angesprochen hab', hat er nur mit den Schultern gezuckt.

Wie geht es Ihrer Frau jetzt?
Sie liegt weiter im Wachkoma, am Donnerstag braucht sie einen Luftröhrenschnitt, hoffentlich überlebt sie das.

Interview: Jürgen Pachner

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