Mi, 24. Oktober 2018

21.10.2006 16:20

Verhaltensweise zu Halloween...

Das freie Wort
Meine Kinder beginnen sich wieder einmal als Vampire, Geister, Fledermäuse oder Ähnliches zu verkleiden, ein sicheres Zeichen dafür, dass Halloween vor der Türe steht.

Des einen Freud, des anderen Leid. Meinen betagten Großeltern (in Wien wohnend) ist dies verständlicherweise ein Dorn im Auge, zuerst geben sie noch Süßigkeiten - nicht wissend, dass ein oder zwei Bonbons reichen würden, verteilten sie ganze Packungen oder gaben Geld -, wenn es zu viele Kinder waren oder es dunkel geworden ist, öffnen sie natürlich nicht mehr die Türe, dann kommen allerdings die "Scherze" wie Mistkübel ausleeren oder Eier an die Hausfassade schmeißen dran.

Ich muss wohl niemandem erklären, was meine Meinung zu so einem Verhalten ist... Halloween ist nun mal kein Fest, das in unseren Breiten Tradition hat. Wenn jemand das Fest feiern will, dann kann er es doch gerne tun, doch so viel Rücksichtnahme muss gezeigt werden, dass man sich nur an Leute mit der Bitte um Süßigkeiten wendet, die auch einen Spaß daran haben, ein deutliches Kennzeichen dafür wäre wohl eine entsprechende Dekoration an den Fenstern oder Türen.


Ich habe eine Zeit lang in Belgien gelebt, wo wir das genauso gehandhabt haben, jedes Kind wusste, wo es was zu holen gab, andererseits auch, wo man nicht unbedingt etwas zu erwarten habe. Es hat immer wunderbar funktioniert, sind irgendwo einmal die Sweets ausgegangen, wurden die Lichter gelöscht, und die Kinder wussten dann auch, dass sie zu spät dran waren.

Jeder war mit dieser Lösung sehr zufrieden. Jetzt, wo ich in der Schweiz lebe, handhabe ich das genauso und erziehe meine Kinder dahingehend, nur zu Häusern mit Halloweenbeleuchtung zu gehen. In der Schule wird dies genauso verbreitet wie im Freundeskreis. Wenn sich alle daran halten, so wird dies wieder ein Halloween, an dem alle eine Freude haben können.

Ich bitte Sie inständig darum, in Ihrem diesjährigen Halloween-Beitrag ein Reglement ähnlich dem hier vorgestellten zu verbreiten, zum Wohle aller.




Sonja Prochazka, Founex (CH)
erschienen am So, 22.10.

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