Kein Scherz

Wegen sechs Cent: GIS droht Wienerin mit Pfändung

Die GIS, das Gebühren Info Service, hat in Österreich ein etwas schlechteres Image als Dschinghis Khan und Brechdurchfall zusammengenommen: Mehr als 800 Millionen Euro treibt sie Jahr für Jahr von allen ein, die einen Fernseher haben, damit der ORF weiter täglich US-Billigware in Dauerschleife senden kann. Dennoch schaut die GIS auch auf das Kleingeld. Und droht einer Kundin, sie wegen ausstehender sechs Cent zu pfänden.

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Gerti R. lebt südlich von Wien, sie zahlt GIS, seit sie von daheim auszog. "Obwohl ich den ORF eh nimma schau. Nur lauter blöde Serien und Wiederholungen von Filmen, die woanders schon vor Jahren gesendet wurden. Aber blechen muss ich trotzdem dafür."

Aber nun hängt bei ihr der Haussegen schief: Ihr Ehemann vertippte sich bei der Internet-Überweisung, zahlte um sechs Cent zu wenig Zwangsgebühr ein - jetzt hat die Familie ein Problem. Binnen weniger Tage kam ein Antwortschreiben der GIS.

Sechs Cent Gebühr, dazu 5,03 Euro Säumniszuschlag seien sofort zu zahlen, ansonsten droht Gehaltsexekution ab 11. Februar.

"Ein Wahnsinn, was die mit uns aufführen," ärgert sich Gerti. Und sinnt auf Rache: "Ich werde einfach um sechs Cent mehr einzahlen und dann diesen Beitrag zurückfordern." Es könnte also sein, dass sie über die GIS ähnlich deftig denkt wie Anton Horvath, die Proleten-Kunstfigur von Seiler & Speer-Sänger Christopher Seiler.

Welche Erfahrungen habt ihr mit der GIS gemacht? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

Harald Zeilinger
Harald Zeilinger
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Mittwoch, 25. Mai 2022
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