03.02.2017 12:16 |

Nach Abwärtstrend

Kinokassen warten 2017 auf neue Massen

Für die Kino-Betreiber war das Vorjahr mehr Drama als Komödie, denn zu Lachen gab es nicht viel: Die Zahl der Besucher sank von 16 Millionen auf unter 15 Millionen. Heuer soll es aber wieder aufwärts gehen. "Ich erwarte eine Steigerung auf das Niveau von 2015", sagt Branchensprecher Christian Dörfler, der das Wiener Haydn Kino betreibt. Die Gründe: "Es gibt 2017 keine Fußball-EM und keine olympischen Spiele, und die Filmstarts stimmen optimistisch."

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Das dürfte dazu führen, dass wieder die Massen in die rund 140 heimischen Kinos strömen. UCI-Manager Claas Eimer: "Es gibt einige Filme, die uns vielversprechend erscheinen. 'Fifty Shades of Grey: Gefährliche Liebe' startet ja bereits in Kürze." Überhaupt sehen die Branchenexperten bei Blockbuster-Fortsetzungen viel Potenzial. Heuer kommen unter anderem noch "Fast & Furious 8", "Cars 3", "Fluch der Karibik 5" und zum Jahresende "Star Wars: Der letzte Jedi" in die Kinos. Unter den Neustarts sind zudem Verfilmungen von Serien wie "Baywatch".

Viele Zuschauer locken auch Filme an, die für Oscars nominiert sind oder welche gewinnen. Beim 14-Mal nominierten Musical "La La Land" war laut Cineplexx-Boss Christian Langhammer "der Starttermin optimal. Interessant ist, dass bei diesem Film wieder vor allem ältere Besucher kommen, die länger nicht mehr im Kino waren."

Bei der Oscar-Verleihung, die am 26. Februar in L.A. über die Bühne geht, hat auch die österreichisch-deutsche Produktion "Toni Erdmann" mit Schauspieler Peter Simonischek Chancen. UCI-Manager Eimer: "Sollte er wirklich gewinnen, ist ein größerer Besucherschub zu erwarten."

Mehr Gäste sind generell notwendig, damit sich die Investitionen rechnen. Dörfler: "Die Kinobranche ist sehr kapitalintensiv und innovativ. Laufend werden Stühle, Bildflächen, Foyers etc. erneuert, dazu kommen technische Verbesserungen wie z. B. die Laserprojektion und neue Tonsysteme wie Dolby Atmos."

"Laserprojektion ist aktuell ein Riesenthema", bestätigt Langhammer von Cineplexx. "Damit haben wir unsere Standorte in Linz, Salzburg, Wörgl und Amstetten ausgestattet, weitere werden folgen. Seit 2012 und bis 2018 investiert seine Gruppe satte 85 Millionen Euro. Hollywood-Megaplex-Chef Mario Hueber: "Und wir errichten in Innsbruck einen zusätzlichen Premium-Saal und werden auch für das neue Kino in Eisenstadt verantwortlich sein."

Vergil Siegl, Kronen Zeitung

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