02.02.2017 18:19 |

Niedersachsen-Drama

D: Kleinflugzeug prallt gegen Windrad - Pilot tot

Im deutschen Bundesland Niedersachsen ist ein Kleinflugzeug gegen den Mast einer Windkraftanlage geprallt und abgestürzt. Bei dem Unglück, das sich Donnerstagmittag auf einem Feld nahe der Stadt Melle ereignete, kam laut Angaben der Polizei der Pilot der einmotorigen Maschine ums Leben.

Die Maschine war mit einem Mann besetzt, der vom wenige Kilometer entfernten Sportflugplatz Melle-Grönegau an der Grenze Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens gestartet war. Von der Maschine waren nach dem Unglück gegen 12.40 Uhr nur noch Trümmerteile übrig, die weit verstreut umherlagen. Auch am Mast des Windrades blieben Flugzeugteile hängen.

"Schnell war klar, dass auch eine Leiche in den Trümmern war", sagte Feuerwehrsprecher Martin Dove. Zunächst vermuteten Feuerwehr und Polizei, dass noch weitere Menschen an Bord der Maschine gewesen sein könnten und suchten daher das Trümmerfeld ab. Später erfuhren die Beamten, dass der Pilot alleine losgeflogen war. Über seine Identität machte die Polizei zunächst keine Angaben, zuerst sollten die Angehörigen informiert werden. 

Unglücksursache noch völlig unklar
Die Umstände des Unglücks waren am Donnerstag noch unklar. Die Polizei im Kreis Osnabrück ermittle in alle Richtungen, sagte Polizeisprecher Frank Oevermann. Auch Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nahmen die Absturzstelle in Augenschein. "Der Unfall kann technische Gründe haben, er kann aber auch krankheitsbedingt verursacht sein", so Oevermann. Es sei das das erste Mal, dass ein Flugzeug mit einer Windkraftanlage zusammenstieß.

Bei dem abgestürzten Flugzeug handelt es sich um eine einmotorige Propellermaschine vom Typ Diamond DA 20 A1, besser bekannt als Katana. Derartige Maschinen sind wegen ihres sparsamen Rotax-Motors, ihrer Wendigkeit und ihres aerodynamischen Designs auch als Schulflugzeuge beliebt.

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