01.02.2017 15:43 |

2016er-Bilanz:

143 Attacken gegen Tirols AMS-Personal

Massive Drohungen, Sachbeschädigungen bis hin zu sexuellen Übergriffen: Tirols AMS-Mitarbeiter leben in Zeiten wie diesen sehr gefährlich. Wiederholt kommt es landauf, landab zu (verbalen) Attacken frustrierter Arbeitsloser, denen keine geeignete Stelle vermittelt werden kann oder schlicht die finanzielle Hilfe gestrichen wird. 143 Fälle waren es im vergangenen Jahr.

"Vorfälle aggressiven Verhaltens von Kundinnen und Kunden", wie es in der offiziellen Statistik so schön heißt, gehören mittlerweile zur Tagesordnung. Zahlreiche Mitarbeiter des Tiroler Arbeitsmarktservice bekommen den Ärger von frustrierten Beschäftigungslosen oft am eigenen Leib zu spüren, wenn diese Termine nicht einhalten und zurechtgewiesen werden, sich kein geeigneter Job findet oder das Arbeitslosengeld gekürzt wird.

Die ernüchternde Bilanz des Vorjahres: Insgesamt wurden hierzulande 143 An- und Übergriffe registriert, 120 Vorfälle - vor allem verbale - wurden dabei als "schwer" gewertet. Dazu zählen etwa Beschimpfungen, Erniedrigungen, obszöne Gesten oder Aggressionen, die zum Gesprächsabbruch führen. In zehn Fällen kam es zu massiven Drohungen gegenüber Beratern - etwa durch Ankündigung eines tätlichen Angriffs. Drei rabiate AMS-"Kunden" zerstörten Inventar, drei weitere leisteten sich laut der vorliegenden Statistik sogar einen sexuellen Übergriff.

Innsbruck Spitzenreiter

Die meisten Vorfälle - 77 an der Zahl - ereigneten sich in Innsbruck. Die dortige Geschäftsstelle ist auch die einzige in Tirol, in der eine Security präsent ist. In der Rangliste folgen Landeck (12), Schwaz (8), Kufstein (6), Reutte (5), Lienz (4) und Kitzbühel (1). Nur in Imst kam es zu keiner Gewaltaktion. 30 Arbeitslose äußerten ihren Unmut - in einer aggressiven Art und Weise - via AMS-Service-Line.

Sogar Polizei musste anrücken

In sechs Fällen - viermal in Kufstein und je einmal in Lienz und Schwaz - musste sogar die Polizei anrücken. In der Silberstadt sowie in Innsbruck wurde zudem je ein Hausverbot erteilt.

Positiv: Gegenüber 2015 gab es einen Rückgang bei den Vorkommnissen. Laut einer parlamentarischen Anfragebeantwortung des zuständigen Ministers Alois Stöger (SP) wurden vor zwei Jahren noch 274 Vorfälle verzeichnet.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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