01.02.2017 12:05 |

Investoren gesucht

Mega-Wasserkraftwerk auf der Koralm geplant

Private Investoren wollen, wie berichtet, auf der Koralm ein riesiges Pumpspeicherkraftwerk errichten. Nun wurde das Projekt in St. Georgen im Lavanttal vorgestellt. Die Anlage erreiche eine Leistung von bis zu vier Donaukraftwerken. Bis auf die zwei Wasserspeicher würde das Kraftwerk unterirdisch errichtet. Für die Füllung der Speicher würden auch keine Gewässer eingestaut…

Die Lage im sogenannten "Kalten Winkel" auf der Koralm sei für ein solches Kraftwerk geradezu ideal. "Durch die Bohrungen für den Bau des Koralmtunnels, der unter dem Projektgebiet durchführt, haben wir sehr genaue Kenntnisse über die vorherrschende Geologie", erklärt Projektverantwortlicher Heinz Brunold. Für die zwei Speicherteiche sollen natürliche Geländemulden genutzt werden. "Die Befüllung erfolgt über Überwässer durch Schneeschmelzen oder bei Regen. Es werden keine Täler abgesperrt oder Gewässer eingestaut", schildert Grundbesitzer Dominik Habsburg-Lothringen.

Weil Wasserwege, Umspannwerk und Kraftwerkshaus unterirdisch errichtet würden, sei auch keine Beeinträchtigung der Umwelt zu erwarten. Dazu könnte man über die naheliegende 380 kV-Leitung direkt in das Netz einspeisen. Die Anlage solle dazu dienen, das Stromnetz auszugleichen: also pumpen, wenn Wind und Sonne zu viel Energie liefern und leisten, wenn Strom benötigt wird…

Bis 2018 sollen die Behördenverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen sein. Bis zur Baureife werden knapp sieben Millionen Euro investiert. Dafür und für den Bau werden noch Investoren gesucht. Die Bevölkerung werde laut Bürgermeister Karl Markut bei dem Projekt stets mit eingebunden.

Katrin Fister, Kärntner Krone

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