Mi, 17. Oktober 2018

Drama im Stiegenhaus

29.01.2017 18:15

Brand in Wohnhaus: Junge Frau kämpft um ihr Leben

Keine Entwarnung gibt es für die junge Frau, die am Samstag beim Brand eines Studentenheims in Innsbruck schwer verletzt wurde: Sie kämpft im Klinikum München um ihr Leben. Sie war bei ihrer Flucht im Stiegenhaus gestürzt und von den Flammen erfasst worden. Laut bisherigen Ermittlungen ging das Feuer von der Küche der 84-Jährigen aus, die - wie berichtet - im Feuer ums Leben kam.

Am Tag nach dem Brand bot sich ein Bild der Verwüstung: Das Feuer hatte sich vom ersten Stock bis unter das Dach ausgebreitet. Da nicht klar ist, inwieweit die alte Bausubstanz geschädigt wurde bzw. die Statik noch gegeben ist,  hat die Baupolizei für das Haus ein Betretungsverbot ausgesprochen.

Im Stiegenhaus spielten sich zwei Dramen ab

Das Landeskriminalamt hat ermittelt, dass der folgenschwere Brand in der Küche der verstorbenen Frau ausgebrochen ist.  In diesem Bereich sei eine technische Ursache auszuschließen. Möglicherweise wurde mit  einer Kerze oder einer Zigarette hantiert. Darüber könne aber aufgrund der massiven Zerstörungen keine Aussage getroffen werden. Das Feuer breitete sich "intensiv" über die ganze Wohnung bis in das Stiegenhaus aus und über die Holzveranda auf der Außenseite auch in die darüber liegenden Stockwerke. Und mittendrin die 84-jährige Pensionistin.

Frau noch lebend angetroffen

Die anderen Bewohner des Hauses ergriffen die Flucht, als sie bemerkten, was da in den Etagen unter ihnen vorging. Dabei kamen sie auch an der Wohnung der Frau vorbei. Im Polizeibericht heißt es: "Der Brand wurde von benachbarten Bewohnern bemerkt, wobei es jedoch aufgrund der Rauch- und Hitzeentwicklung nicht mehr gelang, die noch lebend angetroffene Frau aus ihrer Wohnung zu bergen. Sie verstarb dort im Vorraum noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte."

Junge Frau in den Flammen

Und noch ein Drama spielte sich im Stiegenhaus ab: Eine junge Frau, vermutlich Studentin des in dem Haus untergebrachten Wohnheims Josef Pembaur stürzte auf den Treppen und wurde ein Opfer der Flammen. Sie wurde von Einsatzkräften gefunden. Die Frau kämpft um ihr Leben.

Die Wohnungstüre ursprünglich versperrt

Laut Spurenbild gebe es keinerlei Hinweis auf einen äußeren Einfluss bzw. Fremdverschulden. Der derzeitige Ermittlungsstand weise auf die zu Tode gekommene Bewohnerin als Verursacherin hin. Die Wohnungstüre sei ursprünglich versperrt gewesen.

Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar, ebenso, wie lange das Haus - ein Altbau - nicht betreten werden kann.  Die Ermittlungen gehen jedenfalls weiter.

Philipp Neuner
Philipp Neuner

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