Mi, 19. Dezember 2018

Bei brutalem Coup

29.01.2017 15:06

Täter: "Haben Kardashian nicht mit Waffe bedroht"

Ein Hauptverdächtiger des spektakulären Raubüberfalls auf den US-Star Kim Kardashian in Paris hat abgestritten, die 36-Jährige mit einer Waffe bedroht zu haben. "Wir haben keine Waffe vor einer Frau gezeigt", sagte der 60-Jährige mit dem Spitznamen "der Alte" laut Tageszeitung "Le Monde" den Ermittlern.

Er bestätigte, dass Kardashian bei dem Überfall von einem Komplizen an einem Bett festgebunden wurde. "Ich habe sie dann ins Badezimmer gebracht, sanft", sagte der Beschuldigte laut Bericht. Bisher hatte es geheißen, die Ehefrau von Rapper Kanye West sei bei dem Überfall im vergangenen Oktober in einer Pariser Luxusresidenz am Rande der Fashion Week mit einer Waffe bedroht worden.

Schmuckstücke wurden eingeschmolzen
Die Täter hatten nach früheren Angaben Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro erbeutet - einen vier Millionen Euro teuren Ring und eine Schatulle mit Schmuck im Wert von fünf Millionen Euro. Der 60-Jährige Tatverdächtige gab an, dass die Schmuckstücke eingeschmolzen wurden. Der besonders wertvolle Diamant sei bei einer ungenannten Person. Die Tatverdächtigen hatten Angst, ihn zu verkaufen.

17 Verdächtige festgenommen
Ermittler hatten durch in der Luxusresidenz sichergestellte DNA-Spuren einen Verdächtigen ausforschen können. Durch Beschattungen, abgehörte Telefonate und die Auswertung von Videoaufnahmen wurden dann weitere Verdächtige ermittelt, darunter auch mutmaßliche Hehler und Mittelsmänner. Insgesamt 17 Verdächtige wurden festgenommen, gegen mindestens neun von ihnen laufen inzwischen Verfahren. Die Vorwürfe reichen von bewaffnetem Raubüberfall über unerlaubten Waffenbesitz und Freiheitsberaubung bis zu Urkundenfälschung.

Video: Hier werden die Verdächtigen abgeführt

Nach dem Überfall hatten US-Medien spekuliert, der Raub sei womöglich nur vorgetäuscht gewesen, um die Versicherungssumme zu kassieren. Kardashian reichte deswegen in New York eine Diffamierungsklage ein.

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