Di, 14. August 2018

Debatte um Novelle

26.01.2017 10:32

Tierschützer: "Wir ersticken förmlich in Katzen"

Die geplante Novelle des Tierschutzgesetzes stößt vor allem bei Katzenfreunden auf große Ablehnung, denn sie würde die schwer erkämpfte Kastrationspflicht für Stubentiger in Österreich quasi aushebeln. Die Folgen wären dramatisch.

Derzeit herrscht Kastrationspflicht für alle Katzen - und trotzdem ist das Elend groß. Allein die vergleichsweise kleine Plattform "Katzenleid Steiermark" kommt auf diese Zahlen: Von Jänner bis November 2016 haben Private und Vereine 3060 Aufnahmen teils erbärmlich kranker Tiere aufgenommen und - aus Eigenmitteln oder mühsam aufgebrachten Spenden - in ihrer Freizeit 2139 Kastrationen durchführen lassen.

"Das Katzenelend ist enorm"
Sprecherin Michaela Winter sagt deutlich: "Schon allein die geltende Kastrationspflicht wird von den Amtstierärzten nicht genügend kontrolliert - wie soll dann die geplante Kontrolle der Zuchtkatzen funktionieren? Das ist Utopie." Und sie weiß: "Das Katzenelend ist enorm. Es gibt immer noch schwarze Schafe, die unkontrolliert vermehren und unerwünschten Nachwuchs ertränken, erschießen…" Die Tierschützer fordern bleibende Kastrationspflicht für alle!

Sprecherin Sabine Auer räumt auch mit dem Mythos auf, dass die Bauernkatzen mit einer Kastrationspflicht aussterben würden. "Kompletter Blödsinn. Bliebe nur ein Katzenpaar pro Bundesland über, das sich vermehrt, hätten wir nach 7,5 Jahren doppelt so viele Katzen wie Österreicher…"

Entenfellner appelliert an alle Tierfreunde
"Krone"-Tierexpertin Maggie Entenfellner befindet sich bereits in Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium: "Ich will erreichen, dass die Gesetzesnovelle so nicht umgesetzt wird. Ich bitte alle Tierfreunde, mich zu unterstützen - schreiben Sie uns einen Leserbrief mit Ihrer Meinung zu den geplanten Änderungen!"

Maggie Entenfellner & Christa Blümel, Kronen Zeitung

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