Di, 16. Oktober 2018

2 Jahre teilbedingt

20.01.2017 18:49

Türkischer Spediteur (28) verspielte 193.000 Euro

Der 28-jährige Türke wollte ein großer Spediteur werden. Also gründete er einfach mal ein Unternehmen. Er nahm unzählige Frachtaufträge gegen Vorauszahlung an - doch mehr ist nicht passiert. Die 193.000 Euro hat er nämlich in knapp sechs Monaten allesamt verspielt.

Ein paar Monate hatte der gelernte Großhandelskaufmann bei einer steirischen Spedition gearbeitet. Genau einmal so lange, bis er sich zutraute, sich selbstständig zu machen. Finanziell unterstützt wurde er dabei von seinem Onkel. Wie in der Branche üblich, nahm er Frachtaufträge gegen Vorauszahlung an. Dann beauftragte er Subunternehmer, damit die diese Aufträge zu erledigen. Allerdings waren die Subunternehmen meist viel teurer.

Zahlungen flossen direkt in den Automanten
Das bemerkte der angeklagte Familienvater aber gar nicht, weil er, sobald die Zahlungen auf seinem Konto waren, direkt ins Wettcafé marschierte und spielte.

Das ging ein paar Monate so weiter, bis die Speditionen die Zustellungen stoppten. Daraufhin engagierte der Türke einen Rechtsanwalt, der sich darum kümmern sollte. Der blieb genauso wie der Steuerberater auf der Rechnung sitzen. Gesamtschaden: 193.000 Euro.

Der Betrüger wurde in Graz von Richter Helmut Wlasak zu zwei Jahren Haft verurteilt, acht davon unbedingt. Er nahm das Urteil an.

Eva Stockner, Kronen Zeitung

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