Di, 21. August 2018

Lawinenlage prekär

16.01.2017 15:27

Kritsches "Altschnee-Problem"

Patrick Nairz traute seinen Augen nicht, als er Sonntag zwei Tourengeher beim Aufstieg zum Hohen Burgstall in der Schlick beobachtete. Die Befürchtungen wurden wahr, wenig später löste sich der Hang, die zwei Tourengeher hatten enormes Glück. Das "Altschnee-Problem" sei massiv und bleibe noch lange erhalten.

"Diesen Hang zu begehen ist zur Zeit ein absolutes No-Go!" Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst geht mit den bayerischen Tourengehern hart ins Gericht. Kein Wunder, die beiden hatten am Sonntag am Hohen Burgstall enormes Glück. Sie befanden sich beim Abgang genau an der Abrisskante und wurden nicht mitgerissen. "Aber das hätte fatal ausgehen können", sagt Nairz.

"Sandwich-Aufbau" sorgt für kritische Lage

Der Lawinenexperte erklärt, warum die Situation tirolweit abseits der Pisten derzeit so kritisch ist. "Der Wetterverlauf des heurigen Winters sorgte für mehrere dünne Schichten mit lockerem Schnee, dazwischen immer wieder harte Krusten. Dieser Sandwichaufbau bricht bei Belastung", weiß Nairz. In ganz Tirol gebe es über 1900 Metern Seehöhe dieses "Altschnee-Problem", das auch in den beiden vorangegangenen Wintern vorzufinden gewesen sei . Und leider werde diese Situation noch länger so bleiben. "Das vorher gesagte stabile Wetter wird nichts an der Lage ändern, auch im Vorjahr dauerte es bis in den März, bis sich die Situation verbesserte." Nairz appelliert an Tourengeher und Variantenfahrer, besonders vorsichtig zu sein.

Stefan Ruef
Stefan Ruef

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