Fr, 17. August 2018

Mädchen in Bergnot

16.10.2006 13:00

Zwölfjähriges Mädchen stürzt fünfzig Meter tief ab

Rettungsaktion für drei am Wochenende in Bergnot geratene Mädchen in Werfenweng (Salzburg). Die Freundinnen hatten sich beim Aufstieg zum "Proksch-Haus" in unwegsames Gelände verirrt, dann stürzte noch die Jüngste von ihnen fünfzig Meter ab. Bis zum Eintreffen der Helfer kümmerte sich eine der Schülerinnen um das Opfer.

Mehrere Familien aus Seekirchen hatten sich zu einer Wanderung aufgemacht.

Als die Eltern noch die Rucksäcke zusammenpackten, gingen zwei Schwestern und ihre Freundin im Alter von zwölf bis 14 Jahren bereits voraus. Obwohl die Mutter die Kinder gewarnt hatte, die Forststraße nicht zu verlassen, kam das Trio auf eine verhängnisvolle Idee: Die Mädchen bogen auf einen nicht gekennzeichneten Steig ab.

Mutiges Mädchen kletterte zu verletzter Freundin
Nach einer Stunde Gehzeit türmte sich aber ein unüberwindbarer Felsabbruch vor den drei kleinen Abenteurerinnen auf. Auch der Rückweg durch ein Bachbett erschien zu gefährlich. Also versuchten die drei Freundinnen, über die 150 Meter hohe und bis zu sechzig Grad steile Böschung wieder auf die Forststraße zu gelangen.

Doch dabei passierte es dann: Die Jüngste rutschte aus und fiel in die Tiefe. Während ein Radfahrer Alarm schlug, kletterte die 14-Jährige - ihre kleine Schwester blieb derweil völlig aufgelöst im steilen Hang sitzen - zu ihrer Freundin hinunter. Nach der Bergung aus der Schlucht wurde die Verletzte von einem Hubschrauber ins Krankenhaus gefahren.

Symbolbild

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