Fr, 16. November 2018

Hotelier-Obmann

09.01.2017 15:33

"Schnee wirkt auf die Buchungen sofort"

Mario Gerber ist seit dem Sommer Obmann der Tiroler Hoteliers und vertritt rund 5000 Mitglieder mit 340.000 Betten. Im "Krone"-Interview spricht der  36-jährige Chef der Gerberhotels (vier Hotels im Kühtai sowie eine Pizzeria und die 3-Seen-Hütte) über den Saisonbeginn ohne Schnee und den restlichen Winter.

Herr Gerber, wie haben die Tiroler Hoteliers die "grünen Weihnachten" überstanden?

Je nachdem, welchen Experten man glaubt, könnten wir künftig ja öfter vor dieser Situation stehen. Fix ist, dass die Seilbahner eine unglaubliche Arbeit geleistet haben, auch kleinere Skigebiete haben tolle Pistenverhältnisse geboten. Man hörte aus Hotelierskreisen viel von begeisterten Gästen - auch wenn ein Winterwunderland natürlich immer das Schönste wäre. Aber auch den blauen Himmel schätzen viele.

Was müssen sich Hoteliers einfallen lassen, wenn der Schnee fehlt?

Die Basis ist sowieso vorhanden - super Infrastruktur, gutes Essen und unsere Tiroler Gastfreundschaft. Dann gibt es noch tolle Ideen Einzelner - beispielsweise hat ein Hotelier haufenweise Wanderschuhe gekauft und sie an seine Gäste sogar verschenkt. Beim Wandern haben ganze Regionen mitgezogen.

Was bewirkt nun der aktuelle Schneefall?

Man muss immer wieder betonen, dass die Buchungen immer noch kurzfristiger werden. Webcams und Medienberichte über grüne oder weiße Alpen sind entscheidende Kriterien. Ich sehe es in meinen Hotels - jetzt laufen die Buchungen für Fasching oder für den März richtig an.

Es sieht also für die ganze Saison blendend aus?

Ich bin kein Freund ständiger Rekorde, die Nächtigungszahlen allein sagen nicht alles. Wichtiger ist die Wertschöpfung. Im vergangenen Winter war die Saison kurz und kompakt. Heuer ist Ostern später und es gibt wohl zum Schluss hinaus auch schwächere Phasen.

Wie sieht der Ausblick auf den Sommer aus, kann Tirol gegenüber manchen Mittelmeer-Zielen mit dem Thema Sicherheit punkten?

Ich fände es eher geschmacklos, damit offensiv zu werben. Aber natürlich leben wir in Zeiten, in denen Gesundheit, Natur und Sicherheit in den Augen vieler Gäste wieder einen ganz neuen Stellenwert bekommen haben. Das kommt fast von selbst in den Köpfen der Menschen an.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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