Mi, 20. Juni 2018

Brand-Serie

13.10.2006 19:02

Tierquäler wurde zum Feuerteufel

Zwei Brandlegungen in zwei Pferdeställen, in denen zwei Stuten standen: Der vierte Innviertler Brandleger ist offenbar ein abnormer Tierquäler, der Rösser regelrecht verfolgt, der ihnen Todesängste vor den Flammen einjagt. Die Kripo sucht einen Todfeind der Pferdehalter, des Reitvereins und der Trabrennbahn.

Acht von 16 Brandanschlägen im Bezirk Braunau gelten als geklärt, drei Verdächtige sind in Haft. Und schon verbreitet der nächste Feuerteufel Angst und Schrecken: Er zündete in der Nacht zum Mittwoch den Stadl von Robert Kasbauer (49) in Weng an - und brachte die trächtige Stute „Sunflower“ und deren zweieinhalbjährige Tochter „Soraja“ in Lebensgefahr. Die beiden Pferde wurden vor dem Feuertod gerettet und zum eineinhalb Kilometer entfernten Altheimer Reitverein gebracht, der in der Nacht zum Donnerstag in Flammen aufging: Zehn Rösser waren in Lebensgefahr - die beiden geretteten Stuten schon zum zweiten Mal in nur 24 Stunden!

„Tierquälerei ist oft die Vorstufe von Serienbrandstiftern“, weiß Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl: Er bittet die Bevölkerung um Hinweise, wer abnorme oder „konfliktbehaftete“ Verdächtige in der Umgebung kennt. Gesucht werden aber auch Feinde der betroffenen Pferdehalter sowie Gegner des örtlichen Reitvereins, der Reitwege und der Trabrennbahn.

Die gefährdeten Objekte werden weiterhin von einem Großaufgebot der Polizei bewacht: Cobra-Leute, Nachtsichtgeräte, Hubschrauber und Wärmebildkamera stehen zum Einsatz bereit - zur Abschreckung oder Ergreifung des Täters.

 

 

Foto: Vitzthum

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