Mi, 26. September 2018

Naturschnee fehlt

30.12.2016 16:31

Vorsicht auf Pisten: Die Sturzräume fehlen

In Kärntens und Osttirols Skigebieten fehlt es zwar am Naturschnee, doch dieses Manko macht der Sonnenschein wett und die Skifahrer sind begeistert. Dennoch appelliert die Alpinpolizei an alle Wintersportler, so zu fahren, dass niemand gefährdet oder sogar behindert wird. Denn die Pisten sind zwar in einem Topzustand, trotzdem sind es nur schmale, weiße Bänder und Sturzräume fehlen.

Vier Skikollisionen wurden alleine Donnerstag vom Nassfeld gemeldet. Bei der Abfahrt mit einem Skilehrer "schoss" etwa eine deutsche Skianfängerin einen anderen Wintersportler ab, weil sie nicht abbremsen konnte. "Es fehlen heuer einfach die Sturzräume neben den Pisten", weiß Alpinpolizei-Einsatzleiter Sepp Bierbaumer: "Wer von der Piste stürzt, den stoppen Bäume und Steine und dies sorgt natürlich für schwere Verletzungen." Trotzdem stellen Kärntens und Osttirols Alpinpolizisten den Wintersportlern ein gutes Zeugnis aus: "Bereits im Vorjahr, wo um diese Zeit ebenfalls nur schmale, weiße Bänder von den Bergen ins Tal führten, rechneten wir mit viel mehr Skiunfällen. Doch diese blieben zum Glück aus." Wohl, weil man eben vorsichtiger unterwegs war.

Nicht unterschätzt werden darf die Geschwindigkeit, mit der Skifahrer und Snowboarder auf den Pisten unterwegs sind. "Ein durchschnittlicher Fahrer erreicht locker 60 bis 70 km/h", weiß Bierbaumer. Ein Sturz mit dieser Geschwindigkeit auf einer harten Piste endet großteils im Spital. Und mit guten Renncarvern erreichen gute Skiläufer Spitzen jenseits der 100 km/h...

Trotzdem sollte man sich den Pistenspaß nicht vermiesen lassen: Einfach die FIS-Regeln beachten, Rücksicht nehmen und den Tag in Kärntens und Osttirols Skigebieten genießen.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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