Fr, 17. August 2018

Täter erst 13!

10.10.2006 11:09

Klemmendes Gewehr verhindert Blutbad

Ein klemmender Abzug am Sturmgewehr in der Hand eines 13-Jährigen hat möglicherweise ein neues Blutbad an einer US-Schule verhindert. In Kampfmontur marschierte der Bursch im Städtchen Joplin im Bundesstaat Missouri mit einem Gewehr in die Schule. Dort schoss er in die Decke der Eingangshalle. Doch scheinbar klemmte dann sein Abzug, weshalb er wohl nicht weiter gefeuert habe, so die Polizei.

Als der Bursch samt Waffe aus der Schule lief, folgte ihm der Direktor, der die Position des Kindes an die Polizei durchgab. Als ihn die Beamten stellten, wollte der 13-Jährige zunächst wieder zum Gewehr greifen, ergab sich dann aber.

Die Schule musste trotzdem zunächst geschlossen bleiben, denn die Polizei fand im Rucksack des 13-Jährigen Chemikalien, Seitenschneider, Anleitungen für den Bau von Bomben und einen gezeichneten Grundriss der Schule. Ein alarmiertes Bombenräumkommando suchte deshalb das Schulgelände ab, fand allerdings nichts. Die Tatwaffe gehörte den Eltern des Buben. Dort beschlagnahmte die Polizei eine Reihe weiterer Waffen.

Die Tat ereignete sich nur eine Woche nach dem Massaker an einer Schule im Bundesstaat Pennsylvania. Dort hatte ein Mann in einer Dorfschule der christlichen Religionsgemeinschaft der Amish in der Ortschaft Nickel Mines fünf Mädchen regelrecht hingerichtet und fünf weitere teils lebensgefährlich verletzt, bevor er sich selber erschoss. Wenige Tage zuvor hatte ein Geiselnehmer in einer Highschool in Bailey im Bundesstaat Colorado eine 16-Jährige und sich selbst erschossen.

 

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