Do, 16. August 2018

Bald neues Gesetz

25.11.2016 16:08

Bund holt bei Altlast-Sanierungen auf

Mit einem neuen Gesetz will der Bund tickende Umweltbomben schneller entschärfen. Die Risiko-Abschätzung und Sanierung der Altlasten sollen beschleunigt werden, man setzt auf Transparenz. Fälle wie im Görtschitztal will man damit vermeiden.

Kontaminiertes Grund- und Trinkwasser, verseuchte Luft und Pflanzen: Kärnten leidet nach wie vor unter den Umweltsünden vergangener Jahrzehnte. Während 13 der gefährlichsten Altlasten gesichert oder saniert sind, ticken andere Umweltbomben weiter. Geht es nach dem neuen Umweltkontrollbericht, sind in Kärnten 2441 Altstandorte und 471 Altablagerungen bekannt.

Mit dem neuen Altlastensanierungsgesetz sollen die gefährlichen Öko-Bomben schneller entschärft und tragische Fälle wie der Hexachlorbenzol-Skandal vermieden werden. "Vor allem die Gefahrenabschätzung soll schneller erfolgen", erklärt Dietmar Müller-Grabherr, stellvertretender Leiter der Abteilung Altlasten im Umweltbundesamt. Werden Gefahren für die Gesundheit erkannt, werde die Sanierung beziehungsweise die Sicherung beschleunigt, so der Plan. Ungefährlichere Altlasten werden hingegen in der Warteschleife "geparkt".

Weitere Vorteile soll eine bessere Abstimmung unter den beteiligten Stellen sowie mehr Transparenz für die Bevölkerung (Sanierungsfortschritt, Auswirkungen) bringen. In zwei Wochen wird das neue Altlastensanierungsgesetz in den Bundesländern diskutiert. Anfang 2017 könnte es bereits in die Begutachtung gehen.

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