Di, 19. Juni 2018

Alpindrama

02.10.2006 07:06

22-jähriger Bergretter stürzt in den Tod

Vor den Augen seines Freundes stürzte ein junger Bergretter in den Tod. Der begeisterte Alpinist aus Böhlerwerk in Niederösterreich hatte in einer Wand im Gesäuse in der Obersteiermark den Halt verloren. Immer wieder schlug sein Körper auf Felsvorsprünge auf, ehe er leblos ins Seil fiel. Auch in Vorarlberg und in Salzburg verloren drei Wanderer bei Unfällen ihr Leben.

"Die Gipfel waren sein Leben. An den Wochenenden hat es ihn immer in die Berge gezogen", schildert ein Bekannter des auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Niederösterreichers.

Auch am Samstag war der 22-jährige Patrik A., ein Maschinenschlosser aus dem Mostviertel, zu einer Tour aufgebrochen. Diesmal auf die 2.177 Meter hohe Planspitze in der Steiermark. Anfangs kamen Patrick und sein 21-jähriger Freund gut voran. Doch irgendwann an diesem Herbsttag dürften sie sich verstiegen haben, denn plötzlich fanden die Bergsteiger keinen Haken. Dann ein Aufschrei - der Bergretter hatte den Halt verloren und stürzte die Felsen hinunter. Sofort kletterte sein Kamerad in die Tiefe. Doch als die Helfer eintrafen, war der Alpinist bereits tot.

Bergdrama auch am Hochifen im Kleinwalsertal in Vorarlberg. Dort rutschte eine 53-jährige Frau aus Mäder beim Abstieg auf einem nassen Weg aus - die Frau stürzte 100 Meter in die Tiefe. Auch sie war sofort tot. Schon am Freitag hatte ein 41-jähriger Deutscher bei einem Alpinunfall in der "Schwarzen Scharte" sein Leben verloren. Bei St. Wolfgang in Salzburg verunglückte eine 55-jährige Deutsche tödlich. Und in Oberösterreich befindet sich ein 65-jähriger Pensionist in kritischem Zustand, nachdem er am Traunstein in die Tiefe gestolpert war.

Von Mark Perry und Wolfgang Hincziza

Symbolbild

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