Was ist da drinnen?

Pansch-Punsch: Dauerkontrollen bei den Standlern

Die Punschzeit ist angebrochen! Tausende stehen wieder nach der Arbeit vor einem der insgesamt 360 Punschstandeln in der Stadt. Und trinken ein heißes, würziges Getränk, das sich Punsch nennt. Und wissen nicht, was eigentlich alles da drinnen ist ...

Jetzt ist Hauptkampfzeit für die 80 Kontrolleure des Wiener Marktamtes. Sie schwärmen aus um JEDEN einzelnen Punschstand der Stadt zu kontrollieren. Sind im Himbeerpunsch wirklich Himbeeren? Oder nur ein Konzentrat aus Chemie und Geschmacksverstärkern? Wie hoch ist der Alkoholgehalt? Wie sieht es mit der Hygiene aus? Alexander Hengl weiß es: der Lebensmittelinspektor der Stadt ist mittendrin, statt nur dabei. Von allen Getränken, die die Standler anbieten, werden Proben genommen und sofort untersucht. "Sollte eine davon beanstandet werden, können wir sofort handeln."

"Turbo-Punsch" zündete
Im Vorjahr etwa schlugen bei einem "Turbo-Punsch" sämtliche Alarmglocken an: Das Getränk kam auf 26 Prozent Alkoholgehalt. Ein Vierterl davon war also wesentlich stärker als ein Achterl Schnaps. Und ein Standler stand ratz-fatz ohne Häferl da: sie sonderten Schwermetall ab - hochgiftig und lebensgefährlich. Denn die Lieferung aus China war nicht für den Lebensmittelgebrauch zugelassen, dafür aber billig. Sie wurde eingezogen und vernichtet. Die 80 Kontrolleure der Stadt verzichten bei ihrer eigenen Weihnachtsfeier übrigens auf Punsch und Glühwein: "Wir können ihn dann nimmer riechen", schmunzelt Hengl.

Polizisten in Zivil und Uniform unterwegs
Auch die Polizei ist gerüstet: Dutzende Beamte in Zivil bewachen die Standln und deren Gäste, gehen dabei vor allem gegen Taschendiebe vor. Und werden zusätzlich von ihren uniformierten Kollegen verstärkt, die nach außen hin Präsenz signalisieren.

Angst brauchen Besucher daher nur noch vor Punsch oder Glühwein haben. Denn zuviel davon macht am Morgen darauf Kopfweh.

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zet

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