„Mein Sohn hat mich um 1.20 Uhr früh aufgeweckt: ,Papa es brennt´“, erinnerte sich Alfred L. (45) nach der heißen Nacht. 185 Feuerwehrleute, die nach den vier Brandattentaten in dieser Woche in Aspach, zum nächsten Zündlereinsatz kamen, retteten die 70 Rinder und das Wohnhaus der sechsköpfigen Familie. Doch zwei Stadl brannten völlig ab: 250.000 Euro Schaden!
Die Florianijünger fürchteten schon, dass sie auf der Abschussliste eines Feuerteufels stehen. Auch Josef Danzer (50), bei dessen Hotel im fünf Kilometer entfernten Aspach am Dienstag und Mittwoch zweimal Feuer gelegt worden war, ist Vize-Feuerwehrchef im Ort.
Widersprüchliche Erzählungen
„Doch die Erzählungen des Burschen, der das Feuer in Höhnhart entdeckt hatte, waren widersprüchlich“, schildert Alois Lißl, Sicherheitsdirektor für OÖ. Also befragten Ermittler Manfred L. erneut, der am Hof der Eltern als landwirtschaftlicher Arbeiter gemeldet ist und „Angriffsführer“ der örtlichen Feuerwehr ist, die sein Papa kommandiert. Manfred, für den die Unschuldsvermutung gilt, gestand: „Ja, ich hab das Heu angezündet.“ Haftbefehl!
Motiv Liebeskummer
Als Motiv nannte er Liebeskummer und Stress mit den Eltern. Schon einmal war Manfred von daheim weggelaufen, nun hatte ihn die Freundin verlassen. Als sie ihn Donnerstag Abend in der Disco beim Hotel Danzer in Aspach keines Blicks würdigte, wurde es dem Innviertler offensichtlich zuviel. Ob er sich durch das Feuer einfach nur abreagieren wollte oder gezielt darauf spekuliert, dass er wegen der Brandserie ohnehin nicht verdächtigt werden würde, ist noch unklar.
Auch zu den Brandanschlägen in Aspach wird Manfred L. befragt. Denn im Lokal, dessen Hackschnitzellager zweimal angezündet worden war, habe ihn die Freundin verlassen.
Damit sind jetzt zwei verdächtige Zündler in Haft, aber weiterhin zumindest zehn Feuerattentate in der Umgebung ungeklärt…
Symbolfoto: FF Unterach
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