Mit Rundumschutz

Aufregung um Sex Care-Paket für Studenten

Ein Care-Paket erregt den Landesobmann des "Ring Freiheitlicher Studenten", Markus Ripfl. Denn die Österreichische Hochschülerschaft will jetzt sogenannte "Sex Care-Pakete" verteilen. Mit Kondomen, Tüchern gegen Syphilis und einer Begleitbroschüre. Ripfl: "Die ÖH sollte sich um Wichtigeres kümmern."

381.000 Studentinnen und Studenten müssen jedes Semester 19,20 Euro ÖH-Mitgliedsbeitrag einzahlen - die Studentenvertreter sitzen also auf einem gut gefüllten finanziellen Polster. Und machen, so Ripfl, auch kräftig davon Gebrauch. "9000 Euro für völlig belanglose OTS-Aussendungen," rechnet er etwa vor, "und als eines der größten derzeit laufenden Projekte die Sex Care-Pakete. Die tragen den Bedürfnissen vor allem von Homo-Bi-Transgender-Klienten Rechnung. Kondome, Gummifingerlinge oder Tücher, die vor Ansteckung schützen. Das kann nicht Aufgabe der Studentenvertretung sein." Der RFS stellte jetzt eine offizielle Anfrage an die ÖH, welche Farbe die Tücher haben werden und welche Geschmacksrichtung. "Mehr als eine Randgruppe der Studenten dürfte man mit Maßnahmen gegen Syphilis wohl nicht vertreten."

ÖH beruhigt
Bei der ÖH versteht man die Aufregung um die Care-Pakete nicht: "Angedacht ist es jedenfalls, möglichst viele ÖH-Standorte mit SaferSex-Kits auszustatten, um das Thema weitreichend zu streuen und in verschiedenen Studierendengruppen eine Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema Safer Sex, das ja fast alle Studierenden betrifft, zu entfachen."

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zet

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