Fr, 20. Juli 2018

Viele Fälle geklärt

03.11.2016 16:33

"Die Polizei erwischt fast jeden Fahrerflüchtigen"

Die Chancen für den Todeslenker von Zell am Moos, dauerhaft unentdeckt zu bleiben, scheinen nicht allzu groß zu sein. "In den meisten Fällen werden flüchtige Unfalllenker erwischt", sagt Oberst Klaus Scherleitner, Chef der Landesverkehrsabteilung. Vor allem dank moderner technischer Fahndungsmethoden sei das möglich.

Rennrad-Fahrerin Hannelore F. (53) wurde - wie berichtet - am Montag auf der B 154 von einem Autoraser frontal gerammt.  Die Frau starb kurz darauf im Spital. Laut Zeugen war der Unfalllenker in einem weißen Kleinwagen unterwegs. Der Unbekannte drückte sich durch Flucht vor seiner Verantwortung. "Zurück am Unfallort blieben allerdings Lack-Spuren, die Rückschlüsse auf das Täterfahrzeug geben können", berichtet Klaus Scherleitner.

Kleinste Fahrzeugteile  wie Scheinwerfersplitter reichen aus, um  Unfall-Lenkern auf die Spur zu kommen. "Es gibt fast keinen Unfall, wo nicht etwas zurückbleibt", sagt der Chef der Verkehrspolizei. Scherleitner appelliert an den gesuchten Lenker, sich besser selbst zu stellen, bevor er ausgeforscht wird: "Vor Gericht wäre das sicherlich kein Nachteil." Es sei  für ihn außerdem besser, sein Gewissen zu entlasten und reinen Tisch zu machen. Im aktuellen Fall gingen immerhin mehrere erfolgversprechende Hinweise ein. Eine Zeugin beispielsweise will sich an das Bezirkskürzel der Kennzeichentafel des Täterfahrzeuges erinnern.

Trotz hoher Aufklärungsquote gibt es  Fälle, in denen Unfall-Lenker ungeschoren davon kamen. In Gramastetten hat im Sommer 2013 ein Verkehrsrowdy  durch ein riskantes Überholmanöver zwei Todesopfer verursacht. Der Täter - er chauffierte einen dunklen SUV - wurde bisher nicht ausgeforscht.

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