Protest-Blockade

Autobahnsperre wegen Temelín!

Am Wahlsonntag wollen Oberösterreichs Atomgegner die ihrer Meinung nach in Sachen Temelín unbarmherzige Bundes-ÖVP mit einer Autobahnsperre aufrütteln. Geplant ist eine Totalblockade der Auffahrt von der A7 auf die A 1 Richtung Wien. Eine Folge der von Experten neuerlich bekräftigten Sicherheitsmängel!

„Die Zeit des Briefeschreibens und Appellierens ist vorbei“, bekräftigen Roland Egger, Manfred Doppler und Andreas Reimer von „Atomstopp Oberösterreich“. Dies erst recht, „weil LH Josef Pühringer und Umwelt-Landesrat Rudi Anschober in Wien sowieso dauernd abgewimmelt werden“, wie die Atomgegner anmerken.

Daher beantragen sie nun für den kommenden Wahlsonntag, und zwar von 10 bis 14 Uhr, eine „Totalblockade“ der Westautobahn bei Linz, und zwar im Auffahrtsbereich der A 7 auf die A 1, Richtung Wien. „Ein Zeichen dafür, dass sich ein Bundesland wie Oberösterreich diese unbarmherzige Behandlung durch die Bundesregierung nicht bieten lässt“, so die Temelín-Bekämpfer.

Wiener „Ignoranz“
Neben der Wiener „Ignoranz“ fühlen sie sich vor allem durch „das erschütternde Ergebnis“ des zweitägigen Experten-Lokalaugenscheins Anfang dieser Woche in Temelín selbst angestachelt: „Nicht nur, dass sämtliche alten Sicherheitsfragen noch immer ungelöst sind - neue Risken, zum Beispiel durch die desolaten Brennstäbe, sind noch dazugekommen. Temelín ist und bleibt eine atomare Bedrohung - das muss die Politik in Wien doch endlich aufrütteln!“, sagen die Sprecher von Atomstopp Oberösterreich.

Mittlerweile hat es tatsächlich wieder einen Störfall gegeben, nach der Zählung der Atomgegner ist das Nummer 95: „Es geht dabei um irreparable Schäden an den Brennstäben.“ Umweltlandesrat Anschober hofft inzwischen auf eine neue Bundesregierung in Wien.

 

Foto: Atomstopp

Samstag, 19. Juni 2021
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