27.09.2006 20:22 |

Vierzig Debüts

44. Ausgabe der Viennale vorgestellt

Die insgesamt 44. und bereits zehnte Viennale unter der Leitung von Hans Hurch rückt näher: Am Mittwochabend stellten Hurch, Filmmuseums-Leiter Alexander Horwath sowie Wiens Kulturstadtrat Mailath-Pokorny traditionell knapp zwei Wochen vor Beginn des internationalen Filmfestivals das Programm im Gartenbaukino vor. Heuer sind fast vierzig Debütarbeiten bei der Viennale vertreten.

Ab 13. Oktober steht Wien für zwölf Tage wieder ganz im Zeichen des internationalen Films.

Auf Entdeckungsreise geht es zwischen Weltpremieren und internationalen Erstaufführungen, zwischen asiatischen und US-amerikanischen Spielfilmen, zwischen österreichischen Porträt- und internationalen Musik-Dokus: "Ich will nicht von oben herab ein Motto vorgeben. Meine Idee ist es, dass sich aus der Vielfalt der Filme eigene Linien innerhalb des Festivals bilden", so Hurch.

Rolling Stones und Ernst Jandl
Aus den Tributes und Specials legte Hurch dem Publikum vor allem das Tribute an Peter Whitehead ans Herz. Von den pickligen Rolling Stones im Zug bis hin zu einer Pop-Lesung von Ernst Jandl in der Royal Albert Hall habe dieser in den 60er Jahren einen ganz eigenen Dokumentarstil begründet. Seine Filme seien heute "ganz große Zeitdokumente". Wie Peter Whitehead wird auch der US-Avantgardist Kenneth Anger in Wien sein: "Schauen Sie sich seine Präsentation von 'Cobra Woman' von Siodmak an", empfahl der Viennale-Leiter begeistert.

Mailath-Pokorny: "Festival mit Haltung"
"Die Viennale ist ein sehr anspruchsvolles Filmfestival, das in Wien und international sehr stark verankert ist", betonte Mailath-Pokorny. "Und, was mir besonders wichtig ist, dieses Festival ist eines mit Haltung." Jedes Jahr liefere es wichtige gedankliche Anregungen, darauf freue er sich auch in diesem Jahr schon.

Mittwoch, 16. Juni 2021
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