Di, 21. August 2018

100.000 € abgezweigt

29.10.2016 23:30

Mit Autos, Frauen, Schampus im Internet geprahlt

Schampus, Frauen, schnelle Autos: Ein Leben in Saus und Braus führte der Buchhalter einer Steuerberatungskanzlei im Bezirk Völkermarkt. Allerdings finanzierte er sich diesen Luxus mit Geld von Klienten. Deshalb sitzt der 27-Jährige - wie berichtet - seit einigen Tagen in U-Haft. Die Schadenssumme: rund 100.000 Euro!

Wie der Buchhalter mehr als zwei Jahre lang fremdes Geld in seine eigene Tasche abzweigen konnte, ist vorerst noch ein Rätsel. "Das ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen", heißt es bei der Staatsanwaltschaft. Der Mann, für den die Unschuldsvermutung gilt, steht ja im Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betrugs.

Seine Machenschaften wären vermutlich erst viel später ans Tageslicht gekommen, hätte der Verdächtige nicht so auffallend mit seinem angeblichen Wohlstand geprahlt. Im Internet ließ der Unterkärntner alle an seinem luxuriösen und ausschweifenden Leben teilhaben. Der 27-Jährige präsentierte sich auf seiner Facebook-Seite mit teuren Autos. Er ließ die Korken knallen, indem er Champagnerflaschen stilgerecht mit dem Säbel köpfte. Auch Frauen war der Buchhalter nicht abgeneigt. Angeblich soll er einen Teil der veruntreuten Klientengelder in verschiedenen Etablissements durchgebracht haben.

Der Verdächtige hatte vor seiner Anstellung in der Steuerberatungskanzlei Lokale in Klagenfurt und am Klopeiner See betrieben. Nachdem er damit Pleite gegangen war, hatte ihn der Steuerberater in seinem Büro als Buchhalter aufgenommen, um dem jungen Mann eine zweite Chance zu geben. Dieses Vertrauen dürfte der 27-Jährige aber schamlos ausgenutzt haben. Sogar in der eigenen Familie soll er Geld abgezweigt haben.

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