So, 23. September 2018

Völkermarkt

28.10.2016 16:20

Buchhalter prellte eigene Mandanten

Es ist eine menschliche Tragödie, die sich in einer Unterkärntner Steuerberater-Kanzlei abgespielt hat: Nach mehreren Pleiten war ein 27-Jähriger 2013 dort aufgenommen worden, weil er eine neue Chance erhalten sollte. Das soll der Mitarbeiter aber schamlos ausnutzt haben. Er prellte seine Mandanten um mehr als 100.000 Euro.

Mit diesem Geld finanzierte er ein wahres Luxusleben."Gegen den Verdächtigen wird wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt", bestätigt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Tina Frimmel-Hesse: "Ein Abschlussbericht des Ermittlungsverfahren ist derzeit noch nicht in Sicht." Es sei noch einiges aufzuarbeiten, bevor gegen ihn Anklage erhoben werden könne. Bevor er sich zum Buchhalter ausbilden ließ, hatte der Unterkärntner Lokale in Klagenfurt und am Klopeiner See betrieben.

Der Jungunternehmer sah sich aber schon bald mit mehreren Insolvenzverfahren konfrontiert. Er kehrte der Gastronomie den Rücken und bewarb sich bei einer Steuerberater-Kanzlei in Völkermarkt.

Dort wollte man dem smarten jungen Mann eine zweite Chance geben und nahm ihn schließlich auf.Hinter der Fassade des tüchtigen Angestellten soll er jedoch seine kriminellen Machenschaften verborgen haben. Er soll die Kunden der Kanzlei um mehr als 100.000 Euro geprellt haben. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

"Wie er es geschafft hat, mehr als zwei Jahre lang unbemerkt Geld abzuzweigen, müssen wir noch klären. Erst durch Zufall ist alles aufgeflogen", so ein Ermittler. Mit dem Geld leistete sich der 27-Jährige Sportautos und Luxus-Partys.

Mittlerweile klickten die Handschellen, der Verdächtige sitzt in U-Haft.

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