3 Brandanschläge

Feuerteufel wütete schon wieder

Der Hauptverdächtige für zumindest vier Brände sitzt in U-Haft - dennoch loderten in der Nacht auf Dienstag im Innviertel erneut die Flammen. Ein Strohtraktor, das Hackschnitzellager eines Hotels in Aspach sowie die Kaiserlinde in Weilbach wurden angezündet. Bauern wollen nun selbst die Höfe bewachen.

Die neue Anschlagsserie begann um 21.50 Uhr in Weilbach: Unbekannte Täter schütteten bei der tausendjährigen, denkmalgeschützten Kaiserlinde vermutlich Benzin aus und zündeten den Baum an. Ein Autofahrer schlug Alarm, die Feuerwehr löschte. Um 1.15 Uhr früh der nächste Alarm, diesmal in Aspach: In der Ortschaft Roith brannte ein Traktor aus Strohballen. Und gleichzeitig war das Hackschnitzellager des Gasthauses Danzer mit Brandbeschleuniger angezündet worden. Wirt und Vize-Feuerwehrkommandant Josef Danzer (50) erfuhr davon erst, als er schon im Depot stand. Die Florianijünger konnten größere Schäden vermeiden.

Alibi U-Haft
Das beste Alibi hat Bernhard B. (20, es gilt die Unschuldsvermutung) aus Gurten. Er sitzt in U-Haft, soll in seinem Heimatort betrunken in einem Hotel Feuer gelegt zu haben.

Tragisch: Der Bursch hat schon drei Selbstmordversuche hinter sich. Er wird verdächtigt, mindestes drei Bauernhöfe - darunter auch den elterlichen - angezündet zu haben, schweigt aber eisern. Auch wegen weiterer Brände wird gegen ihn ermittelt.

Der Aspacher Maschinenring plant inzwischen eine Art Bürgerwehr für Objektschutz, so Obmann Franz Schachinger: „Uns reicht es, die Polizei ist aufgrund von Personalabbau überfordert.“

 

 

Foto: Ernst Vitzthum

Dienstag, 22. Juni 2021
Wetter Symbol