Di, 25. September 2018

Blutige Attacke

25.10.2016 10:25

Pakistan: 60 Tote bei Angriff auf Polizeischule

Bei einer blutigen Attacke auf eine Polizeischule in der pakistanischen Provinz Baluchistan sind in der Nacht auf Dienstag rund 60 Menschen getötet und rund 120 weitere verletzt worden. Zu dem Anschlag in der Nähe der Stadt Quetta bekannte sich Stunden später die Terrormiliz Islamischer Staat.

Der Innenminister der Provinz, Mir Sarfaraz Ahmed Bugti, sagte, drei maskierte Angreifer hätten kurz vor Mitternacht (Ortszeit) den Wachmann erschossen und sich Zugang zu dem Schulgelände verschafft, wo sich rund 700 Polizeianwärter aufhielten. Die Angreifer hätten Sprengstoffwesten getragen und diese gezündet. Der Angriff sei rund drei Stunden nach Eintreffen der Armee beendet worden, sagte der Leiter des Einsatzes, Generalmajor Sher Afgun.

Der Generalmajor machte die radikale Gruppe Lashkar-e-Jhangvi verantwortlich. Das gehe aus abgehörten Gesprächen hervor, sagte er. Lashkar-e-Jhangvi gehört zum pakistanischen Arm der radikalislamischen Taliban.

IS droht mit weiteren Anschlägen
Laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur rief ein IS-Kommandant Dienstagfrüh einen gut vernetzten pakistanischen Journalisten an und drohte mit weiteren Anschlägen, wie der Reporter sagte. Bald werde der IS "der Alptraum der pakistanischen Regierung" sein, habe der Terrorist gesagt.

Die angegriffene Polizeischule liegt etwa 20 Kilometer südlich von Quetta, der Hauptstadt der Provinz Baluchistan. In der rohstoffreichen Provinz, die an den Iran und Afghanistan grenzt, sind radikale Islamistengruppen aktiv, die immer wieder blutige Anschläge auf die schiitische Minderheit verüben. Zudem kämpfen bewaffnete Separatisten mit Gewalt gegen die Sicherheitskräfte.

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